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Jurysitzung
Wir für morgen 2026
Anna= Alles nur nicht aufgeben. Sie bietet Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen eine kompetente Anlaufstelle ohne lange Wartezeiten. Betroffene finden oft nicht rechtzeitig Hilfe. Sie bieten eine schnelle und niedrigschwellige Beratung an, um Betroffenen einen weg aus der Krise rauszuhelfen. Sie wollen noch größer werden, weil der Bedarf groß ist. Das Preisgeld brauchen sie, um ihr Projekt am Leben zu halten hohe Personalkosten, Präventionsarbeit und Materialkosten.
Sie bieten mit dem Kuperhof in Hamburg ein Kurzzeitzuhause für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und deren Familien. Familien die zu Hause ihr Kind mit einer schweren Behinderung täglich pflegen leisten außergewöhnliches und das oft bis zur Belastungsgrenze. Es gibt für diese Familien keine Entlastungsmöglichkeiten. Sie machen keine Pause. Das Kurzzeitwohnen stabilisiert die Familie und sichert den gemeinsamen Alltag zu Hause und verhindert dadurch eine sehr kostenintensive Unterbringung des Kindes in einer stationären Einrichtung. Seit 2013 kommen Familien aus ganz Deutschland. Das Preisgeld wollen sie nutzen, um einen Anbau zu realisieren, um das Kurzzeitwohnen für Jugendliche und Erwachsene weiterhin zu ermöglichen. Derzeit ist eine Aufnahme nur bis 18 Jahre möglich.
"Ich bin gerade zu alt, um jung zu sterben, aber noch zu jung, um alt zu sterben." Sabrina lebt mit einer lebensverkürzenden Erkrankung. Mit 27 endete für sie die Kinderhospizversorgung, ihre Erkrankung aber nicht. Dank medizinischer Fortschritte erreichen immer mehr junge Menschen das Erwachsenenalter, doch passende Versorgungsangebote wachsen nicht mit. Deshalb haben sie Transpiz Berlin gegründet, den bundesweit ersten ambulanten Hospizdienst für junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen. Ihre Ehrenamtlichen begleiten sie dort, wo das Leben stattfindet, bei Konzerten, im Alltag und in schweren Zeiten. Sie ermöglichen Teilhabe und durchbrechen Isolation. Das große Echo zeigt: diese Versorgungslücke geht weit über Berlin hinaus und ihr Modell ist übertragbar. Die Deutsche Fernsehlotterie ermöglicht ihnen die Aufbauphase, doch die große Nachfrage übersteigt bereits ihre finanzierten Kapazitäten. Mit dem Preisgeld möchten sie deshalb unser Team verstärken. Transpiz Berlin steht für Hospizarbeit, die nicht erst am Lebensende beginnt, sondern mitten im Leben.
Mit ihrem Projekt begleiten sie Menschen, die aus Einrichtungen entlassen werden, wie zum Beispiel Kliniken, Psychiatrien, Frauenhäusern oder JVAS, und die dann Anschlussunterstützung benötigen. Gerade die Zeit nach Entlassung ist für viele Menschen besonders herausfordernd. Die Briefe stapeln sich, es geht an die Kommunikation mit Behörden und die Menschen brauchen oft eine Anschlussbehandlung. Das Tolle am Projekt Kompass ist, dass sie eine Brücke zwischen Einrichtungen, Beratungsstellen und Hilfsangeboten schlagen und Menschen unterstützen können, nach einem Aufenthalt in einer Einrichtung zu Hause wieder anzukommen. Sie können begleiten, Aufsuchende beraten und so langfristige Lösungen schaffen. Mit dem Fördergeld würden wir gerne ein weiteres Auto leasen. Damit wollen sie ihre Beratung auch im ländlichen Raum ausbauen und auch Menschen, die nicht mobil sind, ermöglichen, ihre Beratung in Anspruch zu nehmen. Außerdem würden sie gern einen Hilfsfonds einrichten für Menschen, die in Notlagen geraten sind.
Sie helfen da, wo sich sonst noch niemand zuständig fühlt. Deshalb gibt es ihr Projekt Share Zeit. In diesem Projekt entwickeln Menschen mit Fluchterfahrung ihre eigenen Miniprojekte. Es gibt über 6 Gastgeber:innen. Es gibt ein Sprachcafé, Kochabende, eine 24-Stunden-Wanderung - offen für alle. Hier gestalten sie mit, laden ein, kochen, organisieren. Genau darin liegt die Idee. Sie drehen die Rollen um. Wer sonst Hilfe empfängt, wird hier zum aktiven Gestaltenden und kann etwas zurückgeben. So wächst Zusammenhalt, aus geteilter Zeit und geteiltem Wissen. In knapp zwei Jahren sind über 15 Miniprojekte entstanden, bis zu 300 Gäste kamen allein zu einem einzigen Fest. Deshalb funktioniert das Prinzip überall dort, wo Menschen zusammenkommen wollen. Die Ehrenamtlichen planen, organisieren und leiten selbst. Die Hauptamtlichen unterstützen sie lediglich. Nächstes Jahr werden es 30 regelmäßige Miniprojekte sein. Um das alles organisieren zu können, brauchen sie dringend ein großes Fahrzeug mit viel Platz für gerettete Lebensmittel, Material und Verpflegungstransporte.
Die Sport und Herz Stiftung ermöglicht Kindern die Teilnahme an Sport- und Bildungscamps, unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder, die sonst nur eingeschränkten Zugang zu Sport, Bildung und jüdischer Bildungsarbeit haben. Seit 2025 werden die Camps gezielt um Demokratieerziehung und Umweltbildung erweitert. Gemeinsam mit Partnern wie der Friedrich-Ebert-Stiftung und Ozeankind e.V. werden wichtige Themen wie gesellschaftliche Teilhabe, Mitbestimmung und Nachhaltigkeit vermittelt. Allein im vergangenen Halbjahr wurden über 300 Kinder erreicht und mehr als 100 kostenlose Plätze vergeben. Mit dem Preisgeld möchte die Stiftung noch mehr Kindern die kostenfreie Teilnahme ermöglichen und die Reichweite des Projekts weiter ausbauen.
Die Off Road Kids Stiftung unterstützt bundesweit Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg zu einer besseren Lebensperspektive. Jährlich wenden sich rund 6.000 Betroffene an die Organisation. Neben Beratungsstandorten in mehreren Städten nutzt die Stiftung gezielt Social Media, um junge Menschen frühzeitig zu erreichen und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen - noch bevor sie auf der Straße landen. Über die Plattform „sofahopper.de“ und ein Netzwerk aus Partnerorganisationen werden Beratung und Unterstützung vermittelt. Mit dem Preisgeld möchte die Stiftung ihre Social-Media-Arbeit ausbauen, unter anderem durch die Produktion längerer YouTube-Videos, um mehr junge Menschen zu erreichen, über das Thema Wohnungslosigkeit aufzuklären und Betroffene schneller mit Hilfsangeboten in Kontakt zu bringen.
Mobile und digitale Beratungsstellen im ländlichen Raum, die Mädchen im Alter von 13-18 Jahren unterstützt, die von partnerschaftlicher oder sexualisierter Gewalt betroffen sind. Sie schließen die Versorgungslücke, denn im ländlichen Raum gibt es keine Beratungsstellen, die für Mädchen erreichbar wären. Jedes Mädchen hat ein Recht auf ein gewaltfreies und sicheres Leben. Das Konzept der mobilen und digitalen Beratung ist besonders, da sie sich mit den Mädchen für die Beratung in ihrem als Handwerkerbus getarnten Auto an einem vereinbarten Ort treffen. Mit dem Preisgeld wollen sie ein partizipatives Mitmachprojekt von Mädchen für Mädchen initiieren. Dabei wollen sie präventive Inhalte für Social Media mit der Zielgruppe erarbeiten.
Auf weiter Flur e.V. hat das historische Lehngericht in Augustusburg zu einem offenen Treffpunkt für die Gemeinschaft entwickelt. Das Haus bietet Begegnungsräume, Werkstätten und kreative Mitmachangebote für Menschen aller Generationen. Als Antwort auf Einsamkeit und den gesellschaftlichen Wandel in einer schrumpfenden Region setzt das Projekt auf die Tradition der „Hutzenstube“: Menschen kommen zusammen, lernen voneinander und gestalten gemeinsam. Dabei werden sowohl traditionelle als auch moderne Techniken wie digitale Stickmaschinen, CNC-Fräsen und 3D-Druck genutzt. Das Angebot wird von einer hauptamtlichen Kraft und vielen Ehrenamtlichen getragen und erreicht jährlich mehrere tausend Menschen. Mit dem Preisgeld sollen offene Begegnungs- und Werkstattzeiten langfristig gesichert werden, damit Gemeinschaft und gesellschaftlicher Zusammenhalt weiter gestärkt werden können.
Aufgrund von ihrer langjährigen Erfahrung mit Menschen auf der Flucht haben Sie haben ein Konzept entwickelt, welches es geflüchteten Menschen in Deutschland ermöglicht kostenlos, mehrsprachig und digital Zugang zu psychosozialer Unterstützung zu erhalten. Oft scheitert die Hilfe an den Sprachbarrieren oder an langen Wartezeiten. Oft ist der Zugang zu psychosozialen Versorgungsstrukturen sehr erschwert. Mit ihrem Projekt können sie die Menschen auf Muttersprache begleiten und sie stabilisieren. Sie haben über die Jahre ein enges Versorgungsnetzwerk aufgebaut und pflegen engen Kontakt zu Partnerorganisationen, zu psychosozialen Einrichtungen und zu Flüchtlingszentren. Täglich erreichen sie Anfragen von Ratsuchenden Menschen und qualifizierten Fachberaterinnen., die von dem Projekt überzeugt sind und gerne Einsteigen möchten. Der Bedarf ist sehr groß. Sie erreichen bundesweit täglich neue Menschen Mit dem Preisgeld möchten sie ihre Strukturen weiter ausbauen. Weiter traumasensible und qualifizierte Facharbeiter:innen integrieren, und mehr ratsuchenden Personen Unterstützung bieten. Jede zusätzliche Beratung hilft, Krisen vorzubeugen und den Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Fit trotz Trauma. Eine spezialisierte frühe Hilfe für Kinder traumatisierter Einsatzkräfte. Die Einsatzkräfte haben das Problem, dass sie ihre eigenen Kinder nicht vor Folgeschäden schützen können. Die Kinder erleben die Krankheitsfolgen zu Hause hautnah mit, die sehr extrem sind, haben aber keine im Umgang im Alltag. Es gibt keine präventive Hilfe für diese Zielgruppen in Deutschland. Sie schicken zwei erfahrene Traumafachkräfte in die Familie, entlasten die Kinder, sorgen für altersgerechte Erklärung und verbessern ihre Entwicklungsbedingug. Partnerschaftlich stellen sie mit anderen Hilfsanbietern vor Ort stabilisierende Versorgungsketten für die Kinder auf, um ihre mentale Gesundheit langfristig zu erhalten und dem Sozialstaat Folgekosten zu einzusparen. Die Zugangswege gestalten sie über die Arbeitskontexte der Eltern. Das Preisgeld wird in Personalkosten umgesetzt, um das Konzept bundesweit zu skalieren.
Loginbus: ein mobiles Digitalprojekt in Stuttgart. Ihr Ziel: digitale Teilhabe für alle. Sie wenden sich an Menschen in Armut und Wohnungslosigkeit, die sie mit Beratung und Kursen dabei unterstützen, digitales Wissen aufzubauen. Für ihre Zielgruppe ist die digitale Welt oft ein verschlossenes Buch. Sie schließen die Lücke. Sie bieten Zugang zu Geräten, bieten Orientierung, stärken digitale Kompetenzen und befähigen Leute so langfristig, ganz allein digital unterwegs zu sein. Der Bus ist deutschlandweit eins der wenigen Digitalprojekte, die aufsuchend agieren und mobil unterwegs sind. Im Bus ist alles untergebracht. Beratung, Technik, Lernmaterial, sodass sie überall halten können. Mit dem Preisgeld wollen sie ihr Projekt langfristig sichern, ihre Ehrenamtsstrukturen ausbauen und auch 1:1 Mentorings in ihrem Konzept etablieren.
Frankfurter Verein, der mehrfach in der Presse war und aktuell ein großes Projekt in Kooperation mit der Stadt am laufen hat. Ziel ist die Bereitsstellung inklusiver Räume für Menschen mit Behinderungen.
Sie helfen geflüchteten Menschen dabei, ihren Weg in Arbeit oder Ausbildung zu finden. Im Osten schlägt der demografische Wandel zuerst zu. Auf der einen Seite geflüchtete Menschen, die Arbeit suchen, auf der anderen Seite der Fachkräftemangel. Mit ihrem Projekt lösen sie beide Probleme. Sie helfen beim Überwinden von Sprachbarrieren, Bürokratie und fehlenden Kontakten. Sie vernetzen aktiv Unternehmen und lokale Akteure. So konnten sie bereits über 400 Menschen beraten, wovon sie circa 300 Menschen in Arbeit und Ausbildung vermitteln können. Die Motivation der Menschen ist da, die Arbeit ebenfalls. Sie bauen die Brücken. Mit dem Preisgeld wollen sie eine nachhaltige Struktur aufbauen, Gemeinden, Unternehmen und vor allem die Gesellschaft in Verantwortung nehmen. Sie wollen ihr Projekt krisensicher machen.
Ambulance for Kids evakuiert seit 2023 schwerkranke und verletzte Kinder aus der Ukraine und bringt sie in Sicherheit. Darüber hinaus führt die Organisation spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 17 Jahren durch. In den Trainings lernen die Teilnehmenden altersgerecht, wie sie sich selbst oder andere bei schweren Verletzungen, beispielsweise durch Schuss- oder Minenverletzungen, lebensrettend versorgen können, bis professionelle Hilfe eintrifft. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt soll das standardisierte Kurskonzept gemeinsam mit lokalen Partnern auf weitere Regionen entlang der Front ausgeweitet werden. Mit dem Preisgeld sollen zusätzliche Kurse finanziert sowie Trainingsmaterialien, medizinische Ausrüstung und persönliche Erste-Hilfe-Sets (IFAKs) für die teilnehmenden Kinder bereitgestellt werden.