Source: https://unternehmen.union-investment.de/verantwortung/sozialesengagement/finanzbildung/im-dialog
Finanzbildung geht uns alle an
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Verantwortung Soziales Engagement Finanzbildung Im Dialog
Die Entwicklung um das Thema Finanzbildung zeigt: sie wird immer wichtiger und auf dem Weg zu mehr Finanzwissen in Deutschland wird es entscheidend sein, nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern vor allem die Eltern zu befähigen. Eine frühzeitige Förderung eines eigenverantwortlichen Zugangs zur Geldanlage ist wichtig. Im Idealfall erfolgt dies in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft, Bildungsinsitutionen, Finanzexperten und der Politik. Der Austausch der verschiedenen Blickwinkel auf dieses Thema bleibt essenziell.
Workshop 2025
Für den 9. Workshop zum Thema Finanzbildung waren Genossenschaftsbanker aus ganz Deutschland zu Gast in Frankfurt. Zusammen mit Fachleuchten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft diskutierten sie über die Rolle von Eltern bei der finanziellen Bildung ihrer Kinder, über die geplante Frühstart-Rente und vieles mehr.
Gern gesehener und wiederkehrender Gastspeaker Oscar Stolper, Professor für Behavioral Finance an der Philipps-Universität Marburg stellte in der neuesten Studie fest, dass für die Mehrheit der GenZ die eigenen Eltern die wichtigsten Ansprechpartner in Geld- und Finanzfragen sind. Zwar fühlen sich GenZ-Eltern oft kompetent bei der Weitergabe ihres Wissens, ihr tatsächliches Fachwissen liegt jedoch häufig deutlich hinter ihrem gefühlten Wissen zurück. Zudem sind nicht alle Elterntypen gleichermaßen gut darauf vorbereitet, zeitgemäße Finanzkompetenzen zu vermitteln. Eine frühzeitige Förderung eines eigenverantwortlichen Zugangs zur Geldanlage ist daher wichtig, um zu verhindern, dass Finanzbildung allein Familiensache bleibt, Halbwissen weitergegeben wird und falsche Sparmuster übernommen werden.
Michael Knee von der Volksbank Heidelberg-Neckartal referierte über Bewerbungstrainings für Jugendliche, die seine Bank in Zusammenarbeit mit Firmenkunden aus der Region anbietet. Dies passiere im Namen der bankeigenen Stiftung – ein relevanter Punkt, um in der Kommunikation mit Schulen nicht werblich zu wirken. In der Diskussion mit den Teilnehmenden wurde deutlich: Finanzbildung ist nicht nur ein regionaler Auftrag, sondern rückt auch die Haltung und die Werte der Bank in den Vordergrund und kann so zu einer positiven Reputation beitragen.
Die Finanzbildungsinitiative MoneyCoaster im neuen Look and Feel und einem neuen Aufbaumodul wurden vom Leiter Strategisches Themenmanagement bei Union Investment und Veranstaltungsmoderator Martin Reimund vorgestellt. Im Aufbaumodul geht es um praktische Fragen, wie "Wie sieht eine Gehaltsabrechnung aus?", "Was bleibt vom Brutto am Ende tatsächlich übrig?", "Welche Sparformen gibt es und worin unterscheiden sie sich?"
Laut Stolper sind für die Mehrheit der GenZ ihre Eltern die wichtigsten Ansprechpersonen bei Finanzfragen. Diese wiederum überschätzen oft ihr Wissen, besonders bei Aktien und Geldanlagen. Eine frühzeitige Förderung eigenverantwortlicher Geldanlage ist wichtig, um Halbwissen und falsche Sparmuster zu vermeiden.
Eine zentrale Erkenntnis ist, dass eine frühzeitige Förderung eines eigenverantwortlichen Zugangs zur Geldanlage wichtig ist. Für Anissa Brinkhoff (Finance & Feelings) sowie Leopold Born (CDU Hessen) liegt die Verantwortung nicht nur bei den Eltern, sondern auch bei der Gesellschaft, Bildungsinstitutionen und Politik.
Der Finanzbildungsworkshop war an ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gebunden. So konnten die Teilnehmenden in der Mittagspause an einer Führung durch das TV-Studio von Union Investment teilnehmen. Im Nachgang an den Workshop bestand die Möglichkeit, bei einem Get-together neue Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.
Angeknüpft an das Thema "Eltern als Finanz-Coaches" warfen die Teilnehmenden gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten einen Blick in die Praxis und gingen der Frage nach, wie finanzielle Bildung in Familien getragen werden kann.
Charlotta Fuchs (Union Investment) berichtete, wie sich Union Investment auf die von der Bundesregierung geplante Frühstart-Rente vorbereitet.
Anissa Brinkhoff referierte über das Thema Female Finance. Dieses sei gerade in der Finanzberatung relevant, denn: Teilzeitarbeit und unbezahlte Care-Arbeit führten noch immer dazu, dass viele Frauen finanziell benachteiligt werden. Dies lasse sich an Zahlen ablesen, etwa dem Gender-Pay-Gap. Beratende müssten diese Realitäten kennen, um Frauen in ihrem Alltag abholen zu können. Insbesondere junge Mütter hießen Beratungsangebote mit Blick auf ihre neue finanzielle Situation willkommen. Vor diesem Hintergrund gab Brinkhoff den Bankberatenden konkrete Tipps zur Ansprache von Kundinnen und Erziehungsberechtigten an die Hand.
Die Referentinnen und Referenten diskturierten unter anderem darüber, wie Eltern zu „Finanz-Coaches“ ausgebildet werden können. Eine zentrale Erkenntnis: Die Social-Media-Welt bietet viele Informationen, doch bleiben die eigenen Eltern noch immer die wichtigsten Ansprechpersonen in Sachen Finanzen – auch wenn nicht alle gleich gut informiert sind. Gudrun Scheller-Hesch, Geschäftsführung der Stiftung "Deutschland im Plus", betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Elternbildung im Verschuldungskontext. Die Gäste waren sich einig, dass die frühzeitige Förderung eines eigenverantwortlichen Zugangs zur Geldanlage wichtig ist. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit Finanzexperten, wie es etwa bei MoneyCoaster seit Jahren praktiziert wird. Hierzu stellte Martin Reimund, Leiter Strategisches Themenmanagement bei Union Investment, ein neues Aufbaumodul samt neuem Design vor.
Daran angeknüpft warfen die Teilnehmenden gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten einen Blick in die Praxis und gingen der Frage nach, wie finanzielle Bildung in Familien getragen werden kann. Luca Schipper (RB Main-Spessart und Neonblau) stellte die Initiative Neonblau vor, die Synergien in der Finanzbildung fördern soll. Sven Schumann (Bündnis Ökonomische Bildung) betonte die Bedeutung des Arbeitsplatzes für Finanzbildung und nannte die USA als Positivbeispiel, wo Arbeitgeber eine große Rolle spielen. Tamara Schöffler (Volksbank Kraichgau StiftunG) berichtete von einer Initiative, bei der 430 Vorschulkinder in Workshops den Umgang mit Zahlen und Geld erlernten, sodass diese bereits ein frühzeitiges Gefühl und Basiswissen geschaffen bekommen.
Am Nachmittag standen drei Masterclasses auf der Agenda: Die Finanzjournalistin Anissa Brinkhoff referierte über das Thema Female Finance. Dabei gab sie den Bankberatenden wertvolle Tipps zur Ansprache vor allem Kundinnen und Erziehungsberechtigten an die Hand. Charlotta Fuchs (Union Investment) stellte vor, wie sich Union Investment auf die von der Bundesregierung geplante Frühstart-Rente vorbereitet. Diese Initiative lautet " UniKidStarter ". Michael Knee (Volksbank Heidelberg-Neckartal) berichtete über ein rundum Leistungspaket für Schulen, speziell Bewerbungstrainings für Jugendliche, die seine Bank in Zusammenarbeit mit Firmenkunden durchführt.
Das waren die Highlights
Für einen Workshop zum Thema Finanzbildung waren Genossenschaftsbanker aus ganz Deutschland zu Gast in Frankfurt. Zusammen mit Fachleuchten aus Wissenschaft, Schule und Marketing diskutierten sie über die Zielgruppe der GenZ.
Best Practice Einblicke: .Zum Abschluss berichteten drei Genossenschaftsbanken über ihre Konzepte für den Jugend- bzw. Familienmarkt. Diese können für andere Banken als Vorbild dienen.
Laut Stolper fühlen sich GenZ-Aktionäre rund um das Thema Geldanlage und Aktien gut informiert und sind überzeugt von ihrem Finanzwissen. Allerdings offenbare sich bei genauerem Hinschauen, dass zwischen gefühltem und tatsächlichem Wissen eine deutliche Diskrepanz besteht. Diese „Kompetenzillusion“ zeige sich insbesondere bei Risikodiversifikation und zeitlicher Diversifikation. Auch „Buy-and-Hold“- Vorzüge seien häufig nicht bekannt.
Einen offenen Einblick in Klassenräume der Republik gab Waltraud Eder, Schulleiterin und Mitglied im Bündnis ökonomische Bildung (BöB). Sie ist der Meinung, dass Finanzbildung in die Schulen gehört, denn „da müssen alle durch“. Sie machte den Banken Mut, in ihrem Engagement für mehr Finanzbildung nicht nachzulassen und ihre Expertise in die Schulen zu bringen, zum Beispiel durch Finanzbildungsinitiativen wie „MoneyCoaster“.
Die Bedeutung von Authentizität in sozialen Netzwerken hoben die Social-Media-Experten Elisabeth Busch (NewMark) und Christian Behrens (Garden of Youth) hervor. Sie argumentierten, dass gute Finanzbildung auch in sozialen Netzwerken funktioniere, wenn sie authentisch sei. Sie waren sich darüber einig, dass die GenZ vor allem auf Social Media zu erreichen ist und Banken keine Berührungsängste haben sollten, sie dort anzusprechen. Gleichzeitig wurde in der Gesprächsrunde deutlich, dass für junge Erwachsene oft die Eltern die erste Anlaufstelle in Finanzangelegenheiten sind.
Nach der regen Diskussion bot der Workshop am Nachmittag ein breites Spektrum an Masterclasses. Auf dem digitalCampus konnten sich die Gäste über die neusten digitalen Entwicklungen informieren und den Einsatz von VR-Brillen in der Beratung testen. Daneben gab es Informationen über ein Event für junge Kunden, das Union Investment gemeinsam mit der VR-Bank Ludwigsburg durchgeführt hat. Vertreter der VR Bank HessenLand berichteten zudem über ihre Erfahrungen mit dem Programm „MoneyCoaster“.
Das waren die Highlight aus dem Finanzbildungsworkshop 2024
Unsere Studie zeigt: Ihr eigenes Finanzwissen bewerten 18- bis 29-Jährige mit der Schulnote 3-4. Schulen benoten sie mit Blick auf die Wissensvermittlung mit einer ernüchternden 4,8. Trotz ihrer Relevanz für den Alltag, ist Finanzbildung sowohl unter den Jüngeren als auch in der breiten Bevölkerung für viele oftmals eher ein Randthema. Was braucht es, um Finanzwissen in der Breite zu verankern? Im regen Austausch mit verschiedenen Multiplikatoren gehen wir dieser Frage nach.
Zwei Geldhäuser, die Finanzbildung in Schulen in ihrer Region vermitteln, waren auch beim Workshop in Frankfurt dabei: die Raiffeisenbank Landshuter Land und die VR Bank Südpfalz. Beide haben die Finanzbildungsinitiative MoneyCoaster von Union Investment erfolgreich in mehreren Klassen in ihrer Region umgesetzt und dabei viel positives Feedback von den Lehrkräften und Lernenden erhalten. „Die Partnerbanken tragen damit maßgeblich zur Finanzbildung in ihrer Region bei“, sagt Martin Reimund, Leiter Themenmanagement bei Union Investment.
Wie können Banken junge Menschen für das Thema Geldanlage begeistern? Darüber diskutierte Union Investment mit Vertretern der Volks- und Raiffeisenbanken bei einem Finanzbildungsworkshop in Frankfurt. Mit dabei waren Dr. Detlef Fechtner, Chefredakteur der Börsen-Zeitung, Dr. Andreas Kaun von der Deutschen Bundesbank und der Finfluencer "InvestScience", Simon Schöbel.
Wie kann man junge Menschen an das Thema Geld heranführen? Eine Erkenntnis des Tages: Es braucht authentische, auf die junge Zielgruppe zugeschnittene Inhalte, so "Finfluencer" Simon Schöbel. Sein Tipp: „Authentizität heißt nicht, dass ich als Bank anfangen muss, auf TikTok zu tanzen.“ Stattdessen gehe es darum, mit den eigenen Werten und Botschaften zu überzeugen. Die sozialen Netzwerke seien eine wichtige Informationsquelle für die Gen Z, so auch Andrea Erlach, Marktforscherin bei Union Investment: Gut die Hälfte der jungen Erwachsenen beschäftige sich mit Finanzthemen, über zwei Drittel beziehen ihre Informationen hierzu aus dem Netz. Auch für gestandene Medienhäuser wird die junge Zielgruppe interessanter. Dr. Detlef Fechtner, Chefredakteur der Börsen-Zeitung, diskutierte mit dem Plenum, warum die Grand Dame der Finanzmedien neue Wege gehen muss. Zukunftsorientiert zeigt sich auch das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank: Dr. Andreas Kaun bewies, dass museale Strukturen alles andere als verstaubt sind.
Den exzentrischsten Auftritt des Tages legte Schlappe-Ronny hin. Dabei handelt es sich um einen in den 80er-Jahren steckengebliebenen Mann mit Schnurrbart, Vokuhila, Adiletten und pinkem Trainingsanzug. Erfunden haben ihn Lisa Schwehm und Denise Scherer von der VR-Bank Südwestpfalz. Auslöser war die Neukundenkampagne „Raus aus den 80ern, rein ins Heute“ von Union Investment. Diese veranlasste Schwehm und Scherer dazu, im Marketing kreativ zu werden. Seitdem treibt Schlappe-Ronny in der Bank regelmäßig sein Unwesen. „Die jungen Leute muss man einfach catchen“, sagte Schwehm. „Ronny gelingt das mit seinem Äußeren und damit, dass er so verpeilt ist“, ergänzte Scherer, die Ronny spielt. Und das mit Erfolg: Die Figur ist in der Pfalz inzwischen Kult geworden.
Das waren die Highlights vom Workshop 2023
Über Geld spricht man nicht? Wir schon - und das gemeinsam mit über 60 Bankmitarbeitenden beim digitalen Finanzbildungsworkshop 2021. Im Fokus: Aktuelle Studienergebnisse zur Finanzbildung bei jungen Menschen in Deutschland, ein Best Practice Beispiel aus Bremerhaven-Cuxland und Experten bei einer Podiumsdiskussion. Alles zusammen brachte der Finanzbildungsworkshop viele wichtige und praxisnahe Impulse für die Teilnehmenden.
Cécile Merl, Schülerin des Raiffeisen-Campus: „Jugendliche wollen es so einfach wie möglich haben. Wichtige Infos müssen dort präsent sein, wo wir sind.“
Die Deutschen sparen gerne - und das schon in jungen Jahren. Das ist das Ergebnis der aktuellen Sparstudie von Union Investment. Und noch eines verdeutlicht die Studie: „Auch wenn das gute alte Sparbuch immer noch am weitesten verbreitet ist - auf Platz zwei der beliebtesten Geldanlageform stehen Investmentfonds, die vor allem von jungen Erwerbstätigen zum Sparen genutzt werden. Hier sieht man, dass die Evolution des Sparens wirklich vorangekommen ist“, fasst Martin Reimund, Leiter Themenmanagement, zusammen.
Während junge Erwachsene beim Thema Sparen an sich gut aufgestellt sind, zeigen sich gravierende Defizite beim Wissen: Nicht einmal jeder Fünfte (19 Prozent) gibt an, gut oder sehr gut über Finanzangelegenheiten Bescheid zu wissen. „Vor dem Hintergrund, dass es ein so wichtiges Thema ist und alle sparen, wird hier ein Vakuum deutlich. Dies öffnet im Übrigen auch Tür und Tor für Fehlentscheidungen: Nämlich dann, wenn gute Freunde oder Social-Media-Kanäle die ersten Anlaufstellen sind und man am Ende schlecht beraten irgendwo investiert. Gerade hier wird die Rolle deutlich, die verantwortungsbewusste Beraterinnen und Berater übernehmen können, um jungen Menschen wenn nicht Wissen, so zumindest Orientierung zu vermitteln“, betont Brigitte Ott, Teil des MoneyCoaster Teams.
Bei der Podiumsdiskussion brachten eine Schülerin und ein Lehrer ihre Sicht der Dinge in die Diskussion ein. Dominik Deinert. Oberstufenleiter am Raiffeisen-Campus: „Es gibt viele Lehrer, die versuchen die Lebenswirklichkeit in den Unterricht zu holen. Finanzbildung stand aber lange nicht im Fokus. Das hat sich in den letzten Jahren geändert.“
Es gibt in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe viele gute Ansätze, wie man junge Kunden auch mit einer (etwas anderen) Bankfiliale erreichen kann. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist die Bankstage, mit der die Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland an den Start gegangen ist.
Rund 60 Finanzbildungsexperten und -expertinnen nutzten beim Workshop "Finanzbildung in der Praxis" die Gelegenheit, sich zu dem Thema auszutauschen und über aktuelle Projekte zu informieren. Auf der Tagesordnung standen Vorträge zu den Doacute;s und Dontacute;s bei der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Banken, zum erfolgreichen Projekt „Fit for Finance“ der Volksbank Tirol AG, zu Gamification und Finanzbildung sowie ein Einblick in die Arbeit einer Geldlehrerin.
Grund genug also, sich auch weiter intensiv damit zu beschäftigen - ein Auftrag, den Union Investment annehmen wird.
„Finanzbildung ist ein Marathon, kein Sprint, wir müssen alle lange und intensiv daran arbeiten“, mit diesen Worten eröffnete Giovanni Gay, Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds GmbH, den Workshop. Zu Gast waren gut sechzig Finanzbildungsexperten und -expertinnen aus Genossenschaftsbanken in ganz Deutschland, die mit eigenen Projekten am Start sind oder starten möchten.
„Finanzbildung an Schulen ist dann erfolgreich, wenn sie zur Verbesserung der Qualität der schulischen Bildung beiträgt, einen Nutzen für den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule stiftet und dadurch Schülerinnen und Schüler für ihr weiteres Leben lernen“, sagte Michael Jäger, Bildungsexperte und Geschäftsführer der Eduversum GmbH, die für Ministerien, Verbände und Unternehmen Bildungsprojekte realisiert. Er beschrieb den Lernort Schule und die Entscheider aus rechtlicher Sicht und erläuterte auch den Rahmen, in dem sich Banken bewegen, wenn sie in Schulen Projekte realisieren möchten.
Einen Einblick in die Ideenwerkstatt von Union Investment zum Gameful Design gaben anschließend Greta Hoffmann und Matthias Steffen, Innovation Coach im Freiraum, dem digitalen Labor von Union Investment. Im Fokus stand vor allem die Frage, wie man Finanzwissen spielend vermitteln kann.
Ihren Alltag als Geldlehrerin an Schulen im Geschäftsgebiet der Volksbank Chemnitz veranschaulichte Christina Kühn. Kurzerhand verwandelte sie dabei den Konferenzraum in ein Schulzimmer und zeigte damit auf, wie sie ihren Unterricht gestaltet.
Über das erfolgreiche Projekt „Fit for Finance“ berichtete Mag. Markus Hörmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Tirol. Hier wurden von 21 Beratern und Beraterinnen der Bank über mehrere Wochen insgesamt mehr als 400 Unterrichtsstunden an Tiroler Schulen gehalten. Anschließend machten die Schüler und Schülerinnen einen Online-Test zum Finanzführerschein. Die beeindruckende Bilanz: 31.110 Fragen wurden den Schülern und Schülerinnen gestellt, 26.856 Punkte (richtige Antworten) wurden insgesamt erzielt, 1.037 Schüler und Schülerinnen haben bei "Fit for Banking" mitgemacht, 968 haben den Börsenführerschein erfolgreich absolviert, 569 sogar mit Auszeichnung.
Selbst aktiv wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Sie diskutierten aus ihrer Sicht vier Fragestellungen, die für Projekte an Schulen relevant sind.
Grundsätzlich waren sich die Teilnehmer einig darüber, dass Finanzbildung ein Thema ist, das viele Menschen umtreibt. Besonders die Berater und Beraterinnen in den Genossenschaftsbanken erleben dies täglich - oftmals in Form von Wissenslücken - im Gespräch mit Kundinnen und Kunden.
Was macht gute Finanzbildung aus? Im Austausch mit Multiplikatoren aus Politik, dem Finanzwesen, Sport und vielen anderen Bereichen haben wir uns genau dieser Frage gestellt und spannende Anworten erhalten.
Finanzielle Bildung entfaltet eine große Hebelwirkung für alle Teile der Gesellschaft.
Hans Joachim Reinke
Spannende Diskussionsrunden und interessante Gespräche: Experten aus Schule, Wissenschaft, Politik und Sport waren zu Gast bei der Finanzbildungskonferenz.
hellip; hier haben sie gelernt, wie hart Geld verdient wird und versuchen, dies auch selbst ihren Kindern näherzubringen.
Hans Joachim Reinke und Peer Steinbrück stimmen überein: In Sachen Finanzbildung gibt es in Deutschland noch Aufholbedarf.
Austausch und Netzwerken: Auch und gerade beim Thema finanzielle Bildung wichtig.
Keynotespeaker Peer Steinbrück: „Die Beratung in Banken hat sich deutlich verbessert. Die Aufgabe, jüngere Menschen zu erreichen bleibt eine Herausforderung.“
Die Konferenz fand in den Räumlichkeiten der DZ-Bank, direkt am Pariser Platz statt.
Martin Reimund, Themenmanager bei Union Investment und Dirk Bathen von komfortzonen.de stellten die wichtigsten Ergebnisse der Finanzbildungsstudie von Union Investment und die Ergebnisse des Workshops mit 40 Experten vor: „Die Menschen erwarten, dass Schulen, Eltern und Politik mehr Verantwortung bei der Vermittlung von Finanzwissen übernehmen."
Die Paneldiskussion „Schulen am Limit, Eltern ohne Plan. Was läuft falsch?“ thematisierte Rolle und Möglichkeiten von Schule und Eltern.
Ehmaliger Bundeselternratvorstand Stephan Wassmuth, aber auch hellip;
hellip; der Wirtschaftspädagoge Dr. Volker Bank plädierten für eine Zusammenarbeit zwischen Schule bzw. Universität, Eltern und auch Finanzdienstleistern.
Dr. Annabel Oelmann: „Die Unterlagen für Schüler müssen viel praxisnaher werden."
In der zweiten Runde diskutierten die Experten unter dem Titel „Informieren, überzeugen, begeistern: wie und wo?“
Profisportler Dominik Drobisch erläutert, dass der Bildungsauftrag im dortigen Nachwuchsleistungszentrum eine wichtige Rolle spielt.
Klaus Holstein vom hessischen Kultusministerium konstatierte, dass Schulen zunehmend das Problem haben zu kompensieren, was Eltern nicht leisten - auch bei ökonomischer Bildung.
Dr. Thomas Guntermann vom Elternblog sbquo;ichbindeinvater.de‘ betonte die Rolle der Eltern.
Dr. Andreas Kaun, Leiter Ökonomische Bildung Deutsche Bundesbank, plädierte dafür Anknüpfungspunkte zu finden, für die sich die Menschen interessieren. Außerdem sei es wichtig, die Botschaften und Informationen auf das Wesentliche zu reduzieren.
Bernhard Meffert, Schulleiter Raiffeisen Campus: "Unsere Schüler sollen sozial und ökonomisch kompetent sein, aber nicht nur für den eigenen Erfolg."
In der Runde „#ideenreich - wie Volksbanken Raiffeisenbanken Finanzwissen teilen“ standen besonders kreative Projekte im Fokus.
Zum Abschluss sprachen die ehemaligen Profisportler Sebastian Kehl und Dieter Thoma über das Thema Geld und Sport.
Beide Sportler stammen aus Gastronomen-Familien hellip;
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Peer Steinbrück, Bundesminister a.D. „Bei Finanzthemen ist jeder für sich selbst verantwortlich. Daher kann der Staat höchstens über Veränderungen im Bildungssystem aktiv werden und dafür sorgen, dass durch mehr Wissen die Eigenverantwortung und die Entscheidungsfähigkeit des Einzelnen gestärkt wird.“
Nicola Beer, Mitglied des Europäischen Parlaments „Wir müssen das Thema Finanzbildung gesamtgesellschaftlich aus der Schmuddelecke holen: Wirtschaft, Finanzen und Politik gehören zusammen."
Finanzbildungskonferenz Alle Themen und Informationen dieses Tages in der Zusammenfassung
Teilnehmendenstimmen Die Teilnehmenden der Finanzbildungskonferenz hatten Gelegenheit zum Austausch, zur Information und konnten einige Impulse mitnehmen.
Sven Voss, Sport- und Fernsehmoderator „Komplexe Themen herunterzubrechen, ohne sie zu verfälschen – das ist für mich der Schlüssel zum Erfolg bei der finanziellen Bildung.“
Dr. Andreas Martin, Vorstand Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken „Zwei Drittel der Deutschen sind gut informiert, was nicht heißt, dass wir hier kein Verbesserungspotential sehen.“
Sebastian Kehl, ehem. Profi-Fußballer und Vizeweltmeister „Es ist sehr wichtig, über Finanzthemen Bescheid zu wissen und den Überblick zu behalten.“
Dieter Thoma, Olympiasieger, Weltmeister und Sieger der Vierschanzentournee „Nein, überhaupt nicht. Die Motivation war die Begeisterung für den Sport, und nicht viel Geld zu verdienen. Es gab anfangs auch nichts zu verdienen in meiner Sportart.“
Thomas Guntermann, Gründer des Blogs ichbindeinvater.de „Ökonomische Bildung liegt ganz stark bei den Eltern. Ich bin weit davon entfernt das Thema komplett den Schulen zuzuschieben“.
Dominik Drobisch, Leiter Akademie und TSG AOK Campus, TSG 1899 Hoffenheim e.V. „Junge Menschen für das Thema Finanzen genauso zu begeistern wie für Sport ist natürlich schwierig. Aber wir können uns aus den Mitteln des Sports bedienen, denn es geht immer darum zu emotionalisieren.“
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Dass es eher schlecht als recht um die Finanzbildung steht, das stellen Expertinnen und Experten immer wieder fest. Doch was kann dagegen getan werden? Mit der Finanzbildungsintitative MoneyCoaster gehen wir das Problem ganz praktisch an: Im Rahmen eines 90-minütigen Moduls lernen Schülerinnen und Schüler alles rund um Schulden, Sparen und digitales Bezahlen.
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Eine repräsentativen Befragung von mehr als 2.000 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 29 Jahren zeigt: Obwohl Geld und Finanzen eine wichtige Rolle im Leben der jungen Leute spielen, benoten die meisten ihr eigenes Finanzwissen mit einer Note 3-4. Die Schuld hierfür sehen viele bei den Schulen, deren Vermittlung von Finanzwissen mangelhaft bewertet wird.
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