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Aktuelles Alle Pressemitteilungen 2026 Union Investment kündigt neue Produkte zum Neustart der privaten Altersvorsorge an
Aktiv gemanagtes Vorsorgeprodukt ohne und mit voller Garantie
Standardprodukt verwendet aktive ETFs
Sparer mit bestehendem Riester-Vertrag haben fünf Möglichkeiten
Frankfurt am Main, 11. Mai 2026 – Nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Reform der privaten Altersvorsorge durch den Bundesrat am letzten Freitag hat Union Investment als größter Riester-Anbieter erste Details zu den geplanten Produkten veröffentlicht. Die Fondsgesellschaft wird neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Standardprodukt auf Basis aktiver ETFs auch eine Lösung mit aktiv gemanagten Fonds anbieten. Dieses Produkt wird es in zwei Varianten geben – einmal ohne Garantie und einmal mit einer Garantie, die die eingezahlten Beiträge und Zulagen zu 100 Prozent zum Ende der Ansparphase absichert. Die Angebote von Union Investment mit dem Label „UniVorsorge“ werden mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes zu Beginn des Jahres 2027 exklusiv über die genossenschaftlichen Banken erwerbbar sein. Ein Ausgabeaufschlag entfällt bei allen Produkten. Die genauen Konditionen der Fonds werden spätestens zur Auflage im Herbst 2026 bekannt gegeben.
Bei der Lösung ohne Garantie mit aktiv gemanagten Fonds werden die Einzahlungen und Zulagen in einen weltweit anlegenden Aktienfonds investiert. Dieser orientiert sich am Index MSCI All Countries World. Dabei fließen in die Investmententscheidungen strategische und taktische Aspekte ein, wodurch eine deutliche Abweichung vom Index und somit auch eine höhere Rendite möglich sind. Zum Ende der Ansparphase greift ein Lebenszyklusmodell, um Kursschwankungen kurz vor Beginn der Auszahlphase abzufedern. „Dazu wird das Vermögen im Rahmen des Modells abhängig von der Restlaufzeit bis zum Beginn der Auszahlphase anteilig in einen europäischen Rentenfonds umgeschichtet“, erläutert Jochen Wiesbach, Geschäftsführer bei Union Investment.
Die Fondsgesellschaft wird auch eine Variante anbieten, bei der alle eingezahlten Beiträge zum Ende der Ansparphase garantiert werden. „Aus der Marktforschung wissen wir, dass für viele Anleger Sicherheit wichtig ist und sie sich eine 100-Prozent-Garantie wünschen“, begründet Wiesbach diese Entscheidung. Wie bei dem bisherigen Riester-Produkt „UniProfiRente Select“ von Union Investment bleiben die Gelder hier so lange wie möglich in dem Aktienfonds investiert. Zur Absicherung wird das Vermögen abhängig vom Deckungsgrad bei Kursverlusten mit Hilfe eines CPPI-Modells in die bereits bestehenden Rentenfonds umgeschichtet.
Beim Standardprodukt setzt Union Investment auf aktive ETFs. Bei diesen nimmt das Fondsmanagement einen Index als Basis und versucht, durch gezieltes aktives Management eine Outperformance zu erzielen. Union Investment wird für diese Strategie voraussichtlich im Herbst zusammen mit der Tochtergesellschaft Quoniam einen globalen Aktien-ETF und einen Euro-basierten Renten-ETF auflegen.
Bei dem Standardprodukt werden die eingezahlten Gelder komplett in den Aktienfonds investiert. Unternimmt der Anleger nichts, sinkt wie gesetzlich vorgegeben der Aktienanteil fünf Jahre vor Ende der Ansparphase auf 50 Prozent und zwei Jahre vorher auf 30 Prozent. Diese Aufteilung gilt dann bis zum Ende der Auszahlphase mit mindestens 85 Jahren. Der Sparer hat beim Standardprodukt allerdings die Möglichkeit, in der Anspar- und Auszahlphase die Aufteilung auf Aktien und Renten individuell festzulegen.
Wir sind überzeugt, unsere starke Position im Altersvorsorgemarkt zu behaupten.
Jochen Wiesbach
Geschäftsführer bei Union Investment
„Bei der Gestaltung unserer neuen Produkte zur privaten Altersvorsorge haben wir auf unsere langjährigen Erfahrungen als Marktführer in der Riester-Rente aufgebaut. Dadurch konnten wir in kurzer Zeit Produkte sowohl für chancen- als auch sicherheitsorientierte Anleger konzipieren“, sagt Wiesbach. Mit dem Produktmix könne Union Investment unterschiedliche Kundenbedürfnisse befriedigen und die private Vorsorge über den ganzen Lebenszyklus abdecken. Insbesondere, wenn die geplante Frühstartrente umgesetzt werde, so Wiesbach. „Wir sind überzeugt, unsere starke Position im Altersvorsorgemarkt zu behaupten.“
Sparer mit einem bestehenden Riester-Vertrag haben durch die Reform fünf Möglichkeiten, ihre private Altersvorsorge anzupassen. „Die Auswahl ist allerdings nicht so einfach wie es auf den ersten Blick scheint. Denn die Lebenssituation ist bei jedem Riester-Sparer anders und die Wahl der besten Option hängt zudem vom einzelnen bestehenden Vertrag ab. Wir raten dringend dazu, vor der Entscheidung mit einem Berater zu sprechen“, betont Wiesbach.
Die erste Option ist, den bisherigen Vertrag mit der alten Fördersystematik fortzuführen. „Diese Variante ist gerade für Menschen mit geringem Einkommen und Kindern interessant“, erläutert Wiesbach. Denn sie müssten aktuell nur 60 Euro im Jahr einzahlen, um mit zwei Kindern eine Förderung von 775 Euro zu erhalten. Bei der neuen Regelung bekämen sie mit der erforderlichen Mindesteinzahlung von 120 Euro nur eine Zulage von 300 Euro.
Bei der zweiten Möglichkeit kann der bestehende Riester-Vertrag unter Beibehaltung der bestehenden Garantie auf die neue Förderung umgestellt werden. Damit wechselt man von der alten, einkommensabhängigen in die neue, beitragsabhängige Förderung, die für viele Menschen attraktiver sein könnte. Dadurch bekommt ein Sparer mit zwei Kindern, der den förderfähigen Höchstbetrag von 1.800 Euro einzahlt, eine Förderung von 1.140 Euro. Im alten System wären es nur 775 Euro. Diese Option ist für die Sparer relevant, die ihre Garantie behalten, aber die neue Förderung nutzen wollen.
Die dritte Option besteht darin, den alten Vertrag in einen neuen Vertrag zu überführen und von der möglicherweise höheren Förderung zu profitieren.
Bei der vierten Möglichkeit lässt der Sparer seinen bisherigen Vertrag ruhen und schließt einen neuen Vertrag ab.
Die fünfte Möglichkeit besteht darin, den bestehenden Vertrag mit der bisherigen Förderung zu behalten und nur die bislang verpflichtende Leibrente ab dem 85. Lebensjahr abzuwählen. Damit wird das Vermögen ratierlich vom Beginn der Auszahlphase bis zum 85 Lebensjahr ausgezahlt, was zu höheren monatlichen Renten führt. Diese Entscheidung kann aber erst am Ende der Ansparphase getroffen werden.
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Markus Temme
Pressesprecher
Unternehmensthemen, Privatkundengeschäft, Altersvorsorge
[+49 69 25672352](tel:+49 69 25672352) markus.temme@union-investment.de
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