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Aktuelles Alle Kapitalmarktmeinungen Große Aufregung, kleine Wirkung
Tobias Schmidt, Leiter Portfoliomanagement
Es klingt erst einmal beunruhigend: In den USA sind die meisten Regierungstätigkeiten eingestellt. Weil sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Haushalt einigen konnten, fehlt das Geld für die viele Verwaltungsgeschäfte. Das wird auch die Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten verzögern, die Aufschluss über die Entwicklung der US-Wirtschaft geben. Etwa die Erstanträge für US-Arbeitslosenhilfe am 9. Oktober, ein wichtiges Indiz für die US-Notenbank Fed, wie sie ihre Geldpolitik ausrichten soll.
Wie lange der „Shutdown“ diesmal anhält, ist schwierig zu sagen. Er könnte etwas länger dauern. Trotzdem hält sich am Finanzmarkt die Nervosität in Grenzen. Denn die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum sind temporärer Natur. Vieles, was kurzfristig an Wirtschaftsaktivität nicht umgesetzt werden kann, dürfte erfahrungsgemäß nachgeholt werden.
Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich die Aktien- und Rentenmärkte zu Zeiten vergangener Shutdowns unter dem Strich robust gezeigt hatten. Zudem gab es zuletzt Signale für eine gewisse Offenheit der Republikaner gegenüber den Positionen der Demokraten. Deshalb besteht die Hoffnung, dass der Shutdown kürzer ausfällt als in der ersten Amtszeit von US-Präsident Trump im Jahr 2018, als er rekordlange 35 Tage dauerte.
So gesehen ist die gute Nachricht bei aller Aufregung in Washington: Für Anleger viel politischer Lärm um nichts, sie sollten sich nicht anstecken lassen und Ruhe bewahren.
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