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Old Economy profitiert von KI-Unsicherheit
Tobias Schmidt, Leiter Portfoliomanagement
Die Berichtssaison zum vierten Quartal 2025 neigt sich dem Ende zu. Fast alle Tech-Giganten haben ihre Ergebnisse vorgelegt. Mit Nvidia hat das letzte Mitglied der „Magnificent Seven“, der sieben größten US-Technologieunternehmen, wieder fulminant gute Zahlen geliefert. Aus dem Sektor folgen nur noch Broadcom und Oracle Anfang März.
Doch die Kurse der Techaktien steigen nicht weiter. Seit einiger Zeit fragt sich der Markt, für wen sich die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) auszahlen werden und für wen nicht. Zu den Verlierern zählt auch die Software-Branche. Hier besteht die Befürchtung, dass große Teile der Geschäftsmodelle durch KI überflüssig werden könnten. Dementsprechend werden aktuell in großem Stil Mittel in andere Branchen umgeschichtet. Davon profitieren Aktien aus der Old Economy. Denn dem Abverkauf von Titeln aus Branchen, die möglicherweise durch KI gefährdet werden, steht die Suche nach Sachanlagen gegenüber. Gefragt sind Vermögenswerte und Unternehmen, die von der Unsicherheit rund rum das Thema KI aktuell nicht betroffen sind.
Industrieunternehmen beispielsweise sind nicht nur mit Blick auf die robusten Konjunkturaussichten derzeit angesagt. Old Economy kann, wenn KI Software billiger und besser macht, ihre Produktionskosten senken. Daher bleibt KI ein langfristiger Wachstumstrend. Doch es bilden sich neue Gewinner und Verlierer heraus. Die lachenden Dritten sind derzeit Unternehmen aus klassischen Sektoren.