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Aktuelles Alle Kapitalmarktmeinungen Naher Osten bewegt die Märkte
Tobias Schmidt, Leiter Portfoliomanagement
Ende Februar haben die USA und Israel den Iran angegriffen. Sie wollen verhindern, dass das Land in absehbarer Zeit ausreichend Uran anreichert, um Atomwaffen zu bauen. Zudem ist das Ziel, das dortige Regime zumindest so zu schwächen, dass es keine Bedrohung mehr für umliegende Staaten darstellt. Obwohl der Angriff erwartet worden war, haben die Kapitalmärkte darauf spürbar reagiert. Globale Aktien gaben zunächst nach, aber auch Staatsanleihen gerieten wegen Inflationssorgen unter Druck.
Denn als Folge der militärischen Eskalation stiegen die Öl- und Gaspreise deutlich. Schließlich ist der Iran nicht nur ein großer Erdölexporteur, er kontrolliert außerdem die Straße von Hormus. Die Meerenge passieren täglich Tanker mit rund 17 Milliarden Fässern Öl. Das sind etwa 20 Prozent der globalen Produktion. Je länger der Schiffsverkehr hier unterbrochen ist, desto größer werden die Auswirkungen auf die Energiepreise sein.
Zuletzt führten geopolitische Schocks an den Kapitalmärkten zunächst zu Kursverlusten, danach setzte aber meist zügig eine deutliche Erholung ein. Ob es auch diesmal so sein wird, muss sich weisen. Wir gehen davon aus, dass die kriegerische Auseinandersetzung im Nahen Osten angesichts der klaren militärischen Überlegenheit der USA nicht mehr allzu lange dauert. Das wäre die Voraussetzung dafür, dass sich die Energiepreise wieder beruhigen und die sonst robusten Wachstumsaussichten für eine Erholung an den Aktienmärkten sorgen.
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