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Konsum robuster als vermutet
Tobias Schmidt, Leiter Portfoliomanagement
Am kommenden Freitag ist Black Friday. Schon jetzt werben viele Händler für günstige Angebote rund um den Schnäppchen-Tag, der mittlerweile mit dem Singles Day noch Zuwachs bekommen hat. Am Donnerstag davor veröffentlicht die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ihr jüngstes Konsumklima. Die Stimmung der Konsumenten ist seit geraumer Zeit eher schlecht, und dieses Bild dürfte auch der neue Datenpunkt nicht ändern.
Die Menschen in Deutschland sind verunsichert und kaufen deshalb weniger ein. Die geopolitische Lage und die zahlreichen strukturellen Probleme der Wirtschaft hierzulande drücken auf die Stimmung. Dementsprechend rechnet der Handelsverband Deutschland im Vergleich zu 2024 in diesem Jahr zum Black Friday mit einem leichten Umsatzrückgang.
Insgesamt ist die Lage aber besser als die Laune. Der Konsum zeigt sich robuster, als die Umfragen vermuten lassen. Und wir gehen davon aus, dass diese Schere im kommenden Jahr noch weiter aufgehen wird. Denn die Fundamentaldaten sind nach wie vor intakt. Die Reallöhne sind gestiegen, Ersparnisse in ausreichendem Umfang vorhanden, und die Sparrate könnte ihr Hoch erreicht haben. Deshalb sollte der Konsum 2026 die Wirtschaft ebenso unterstützen wie die großen Fiskalpakete, die im kommenden Jahr ihre Wirkung entfalten dürften – wenn auch in geringerem Maße. Das sind gute Nachrichten für die Konjunktur und damit auch für die Börsen.