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Aktuelles Alle Kapitalmarktmeinungen Das Bild für Europa hellt sich auf
Das Bild für Europa hellt sich auf
Tobias Schmidt, Leiter Portfoliomanagement
Die USA und der Iran haben sich auf eine Grundsatzvereinbarung geeinigt, die unter anderem vorsieht, dass die Straße von Hormus zeitnah wieder freigegeben wird. Auch wenn schwierige Fragen erst Gegenstand weiterer Verhandlungen sind und die Unsicherheit nicht völlig verschwunden ist, haben die Märkte aufgeatmet. Der Ölpreis ist bereits deutlich gesunken. Nicht zuletzt für das von Energietransporten aus der Golfregion stark abhängige Europa stellt die Aussicht auf eine dauerhafte Beruhigung der Lage eine Chance dar.
Daher könnte auch der ifo-Geschäftsklimaindex für Juni, der am Mittwoch veröffentlicht wird, die Erleichterung bereits in Form von optimistischeren Unternehmenserwartungen widerspiegeln. Der sinkende Ölpreis wiederum dürfte die aktuell über dem Notenbankziel liegende Inflation dämpfen helfen – sprich, das Umfeld hellt sich insgesamt auf.
Klar ist: Mit dem „Deal“ zwischen den USA und dem Iran ist die Aussicht auf eine Konjunkturbelebung in Europa gestiegen. Jetzt greifen wieder verstärkt die schon vor dem Iran-Krieg unterstützenden Faktoren. Sie gehen von den großen Fiskalpaketen für Sicherheit und Infrastruktur aus – vor allem in Deutschland. Bisher haben die europäischen Kapitalmärkte ihr Aufholpotenzial gegenüber den USA noch nicht realisiert. Daher besteht nun über den Sommer die Chance, dass die Aktienbewertungen in Frankfurt und anderswo in Europa die Lücke zu ihren US-Pendants verkleinern.
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