Source: https://unternehmen.union-investment.de/presseservice/aktuelles/alle-kapitalmarktmeinungen/archiv/us-banken-eröffnen-berichtssaison
Tobias Schmidt, Leiter Portfoliomanagement
Die Erwartungshaltung ist ausgeprägt: Namhafte US-Banken wie etwa JP Morgan, Goldman Sachs und Wells Fargo präsentieren in der neuen Woche ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal. Sie setzen damit den Auftakt für die neue Berichtssaison. Trotz aller Unkenrufe und Unsicherheit stehen die Zeichen gut, dass das Gros der Aktiengesellschaften auf beiden Seiten des Atlantiks zufriedenstellende Ergebnisse vorlegen kann.
Auch wenn die hohen Energiepreise für einige Konzerne wohl noch eine Zeitlang ein Belastungsfaktor sein dürften: Viele Unternehmen machen weiterhin gute Geschäfte. Dies spiegelt sich in den Prognosen der Analysten, die trotz des Kriegs in der Golfregion weiter gestiegen sind. Hier lässt sich nicht ablesen, dass langfristig größere Probleme lauern. Tritt diese Erwartung ein, bieten die Aktienkurse, die mit Beginn des Irankriegs eingebrochen sind, jetzt eine günstigere Einstiegsgelegenheit. Die nun vereinbarte Waffenruhe und die Erwartung, dass die Straße von Hormus bald wieder regulär für den Schiffsverkehr genutzt werden kann, erlauben verhaltenen Optimismus. Von einer länger andauernden Erleichterungsrally an den Börsen sollte man trotzdem nicht ausgehen. Dafür sind die Aussichten auf eine nachhaltige Beruhigung aktuell zu vage. Daher dürfte die Unsicherheit die Kapitalmärkte noch eine ganze Weile begleiten. Die Investoren warten erst auf belastbare Zeichen der Entspannung, bis die Kurse wieder steigen können.