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Konsum: schleppendes Weihnachtsgeschäft
Tobias Schmidt, Leiter Portfoliomanagement
Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch ein Spektakel für Statistikfreunde. Man kann Interessantes lernen, etwa dass sich die Keks-Preise von 2020 bis 2024 um beeindruckende 74,4 Prozent verteuert haben, oder dass in Deutschland pro Kopf 280 Gramm Marzipan pro Jahr produziert werden. Mit etwas Magengrummeln werden allerdings die Einzelhändler in diesem Jahr auf ihre Statistiken blicken. Das Weihnachtsgeschäft, so liest man, lief wieder einmal schleppend. Die Mehrheit der Händler ist unzufrieden. Zwar rechnet der Einzelhandel mit Umsätzen von 126,2 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft der Monate November und Dezember, was immerhin ein schmales Plus von 1,5 Prozent bedeutet. So richtig schwungvoll ist das allerdings nicht.
Es gibt aber gute Gründe anzunehmen, dass sich das im kommenden Jahr bessert. Die hiesige Konjunktur hellt sich auf. Nach Jahren der Stagnation dürfte im kommenden Jahr dank der Infrastrukturpakete der Bundesregierung wieder Wachstum zu verzeichnen sein. Die Ausgaben aus den Fiskalpaketen bringen Impulse in die Privatwirtschaft, mit positiven Auswirkungen auf die Umsätze der Unternehmen, auf die Kapitalmärkte und auch auf Beschäftigungszahlen und Löhne. Schon im laufenden Jahr konnten Arbeitnehmer Steigerungen im Reallohn vermelden. Mit etwas konjunkturellem Rückenwind dürften sie zu Weihnachten 2026 davon auch etwas in Geschenke investieren, statt wie zuletzt das zusätzliche Geld auf die hohe Kante zu legen.