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Aktuelles Alle Kapitalmarktmeinungen Staatsschulden treiben Goldpreis
Tobias Schmidt, Leiter Portfoliomanagement
Ob Frankreich schon wieder eine neue Regierung bekommt, entscheidet sich bald. Hintergrund der jüngsten Regierungskrise in Paris: Frankreich muss sparen, aber nicht alle wollen das. Auch wenn es sich bei den Problemen unseres westlichen Nachbarlands derzeit um einen individuellen Fall handelt, treibt das Thema Staatsverschuldung derzeit die Märkte um.
Die USA kämpfen schon länger mit einer hohen Verschuldung, die durch die Politik der aktuellen Regierung voraussichtlich noch deutlich steigen wird. Und auch diesseits des Atlantiks spielt das Weiße Haus eine tragende Rolle, wenn es darum geht, mit neuen Schulden in Sicherheit und Infrastruktur zu investieren. So will Europa eigenständig und stabil werden. Die Erwartung neuer Anleiheemissionen und die (weiter) anziehende Verschuldung lassen nun mancherorts Zweifel an der Schuldentragfähigkeit der Staaten aufkommen. Die Konsequenz ist, dass die Nachfrage nach langlaufenden Staatsanleihen schwächelt und spiegelbildlich dazu deren Renditen steigen.
Als langfristiger sicherer Hafen bietet sich vor diesem Hintergrund Gold an. Der Preis des gelben Edelmetalls hat jüngst ein neues Allzeithoch bei 3579 US-Dollar pro Unze markiert. Nicht zuletzt auch, weil die Notenbanken Gold als Alternative zum US-Dollar als Währungsreserve kaufen. Wir halten Gold zwar aktuell für teuer, doch solange die Schuldensorgen die Märkte beschäftigen, dürfte auch die Nachfrage nach dem Edelmetall hoch bleiben.
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