McKinney in Dellas

Langfristige Stabilität im Wandel sichern

Was ist die richtige Balance zwischen Chancen und Risiken auf den globalen Immobilienmärkten? Diese Frage müssen Immobilien-Investmentmanager immer wieder neu beantworten, um die Ertragsziele ihrer Anleger zu erreichen. Eine Analyse aktueller Markttrends und daraus abgeleitete Prognosen bilden die Basis für Investmententscheidungen und ein aktives Portfoliomanagement.

In der derzeitigen Marktphase ist der Investmentzyklus in vielen europäischen Märkten weit fortgeschritten, vor allem in Deutschland. Investmentmanager nehmen daher verstärkt Akquisitionsmöglichkeiten in Übersee wahr, da diese tendenziell ein attraktiveres Risiko-Rendite-Profil aufweisen. Außerdem nimmt die Diversifizierung der Nutzungsarten in den großen Immobilienfonds deutlich zu. Das zeigt sich vor allem an vermehrten Hotelankäufen und Investments in Immobilien für neue temporäre Wohnformen.

Aktuelle Markttrends fließen in die Investmententscheidungen ein

Midtown21 in Seattle

Globale Diversifizierung

Thompson Hotel in Washington DC

Hotelbranche gefragt

Trend 1: Globale Diversifizierung

In der jetzigen Marktphase wird es in Europa zunehmend schwieriger, Gewerbeimmobilien mit einem attraktiven Risiko-Rendite-Profil zu erwerben. Laut der Ratingagentur Scope zeigt sich das bereits seit 2016 der außereuropäische Anteil an den Investitionen stieg von 15 Prozent im Jahr 2014 auf rund 40 Prozent im Jahr 2016 – und dieser Trend setzt sich derzeit fort.

„Union Investment hat diesen Trend maßgeblich mitgestaltet und wird das Immobilienportfolio auch in den kommenden Jahren durch Investments in Übersee weiter diversifizieren“, sagt Matthew Scholl, Leiter Investment Management Amerika von Union Investment. Wie sich Union Investment mit Immobilien-Investments global aufstellt und so für langfristige Stabilität und Erträge für ihre Anleger sorgt, erklärt Scholl im Videobeitrag:

Interview mit Matthew Scholl

Matt Scholl Interview Markttrends
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Trend 2: Hotelbranche gefragt

Insgesamt steigt die Mobilität der Gesellschaft. Waren Hotelübernachtungen früher noch etwas Außergewöhnliches, sind sie heute etwas beinahe Alltägliches. Entsprechend entstehen immer mehr Hotels, vor allem im unteren und mittleren Preissegment, das mit bekannten Marken wie Holiday Inn oder Motel One verbunden ist. Darüber hinaus bereichern unter anderem Lifestyle-Konzepte den Hotelmarkt und geben ihm neue Impulse im Wettbewerb der gesamten Hospitality-Branche.

  • Thompson Hotel in Washington DC
    In Entwicklung: Das neue Lifestyle-Hotel der Marke Thompson in Washington D.C.
  • Hilton Garden Inn in Seattle
    Das Hilton Garden Inn in Seattle erwarb Union Investment im März 2017 für UniImmo: Europa.
Andreas Löcher
Andreas Löcher, Leiter Investment Management Hospitality von Union Investment
Wie Union Investment den Trend in ihren Hotel-Investments umsetzt, erklärt Andreas Löcher, Leiter Investment Management Hospitality von Union Investment im Interview:

Herr Löcher, worauf legen Sie bei Hotel-Investments Ihren Fokus im Ankauf?

Derzeit haben wir über 60 Hotels im Wert von rund 4 Milliarden Euro im Bestand, die meisten davon im europäischen Raum. Gleichzeitig bauen wir unser Hotelportfolio in den US Märkten gezielt aus, etwa mit Ankäufen in Seattle, Washington und Portland im Jahr 2017. Vor Kurzem haben wir uns erfolgreich ein Investment in ein projektiertes Boutique- und Lifestyle-Hotel der Marke Thompson in Washington D.C. gesichert. Der Standort Washington Navy Yard hat heute bereits ein Image als Magnet für Trendsetter und eine hohe Anziehungskraft für die Nutzungsarten Wohnen, Büro, Einzelhandel und Gastronomie. Vor diesem Hintergrund passt die Lifestyle-Marke Thompson sehr gut zum Standort und in unser Hotelportfolio.

Mit Thompson investieren Sie in eine noch relativ unbekannte Marke die derzeit nur zehn Hotels betreibt. Welchen Vorteil hat das verglichen mit bekannten Marken?

Wir beobachten die Entwicklung junger Hotelmarken und innovativer Übernachtungstrends weltweit sehr genau, denn sie bieten Wachstumspotenzial. Gern investieren wir in diese Konzepte, wenn wir wie bei Thompson vom langfristigen Erfolg überzeugt sind. Voraussetzung ist jedoch immer, dass wir unsere strengen Ankaufskriterien als konservativer Investmentmanager erfüllt sehen. Und natürlich werden wir auch weiterhin in Immobilien und Projektvorhaben großer und bekannter Hotelmarken investieren, wie Hilton, InterContinental, Marriott und Motel One, von denen wir über 30 Objekte im Portfolio haben.

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Trend 3: Wachstumsfeld „Temporäres Wohnen“

Die Gesellschaft verändert sich: Megatrends wie Digitalisierung und demografischer Wandel, eine Bevölkerung, die zwar älter wird, aber sich länger jung fühlt, knapper bezahlbarer Wohnraum und veränderte Arbeitswelten, die steigende Mobilität von Arbeitnehmern verlangen. Das sind nur einige Beispiele für Entwicklungen, die sich auch in den Wohnformen widerspiegeln.

  • Milestone in Graz
    Mehr als vier Wände auf kleiner Grundfläche: In der Miete für die möblierten Studentenwohnungen des Milestone in Graz sind die Betriebskosten, WLAN, TV, Fitnessstudio und Services inbegriffen.
  • Milestone in Graz
    Das Milestone in Graz im Portfolio des Immobilienfonds Urban Living Nr. 1, kombiniert voll möblierte Studentenwohnungen mit der Community eines internationalen Studentenheims.
Henrik von Bothmer
Henrik von Bothmer, Investment Manager von Union Investment
Im Interview erklärt Henrik von Bothmer, Investment Manager von Union Investment, warum temporäre Wohnformen ein wachsender Markt sind, sie aussichtsreiche Investitionen sind und welche potenziellen Risiken er im aktiven Investmentmanagement immer Blick behält.

 

Herr von Bothmer, warum lohnen sich Investments in temporäres Wohnen?

Weil die gesellschaftliche Entwicklung zu einem Bedarf an temporärem Wohnraum führt und die Nachfrage dadurch gesichert ist. Nehmen Sie den tätigkeitsbedingten Wohnbedarf: Ganz gleich, ob für eine Projektarbeit an einem anderen Ort oder als fester Zweitwohnsitz für Pendler die Arbeitswelt fordert heute zeitliche und räumliche Flexibilität. Temporäre Wohnmöglichkeiten liegen in diesen Fälle geradezu auf der Hand. Und nicht nur die Arbeit, auch die Lebensstile verändern sich: Micro-Living, also eine Mischung aus Privatsphäre auf kleinem Raum mit eigenem Bad und eigener Küche, gepaart mit Sharing-Angeboten wie gemeinsamen Aufenthaltsräumen und Waschlounges – ein Lebensstil, der häufig von Studenten gelebt wird.

Renditechancen, hohe Nachfrage und damit geringer Leerstand – temporäres Wohnen scheint hochgradig attraktiv für Investitionen. Trügt der Schein?

Der Schein trügt dann, wenn man als Investmentmanager die Risiken des Markts nicht im Blick behält. Beim temporären Wohnen liegt die Gefahr darin, sich zu sehr auf das hochpreisige Mietsegment zu fokussieren. Denn wenn prognostizierte Mieten nicht nachhaltig am Markt erzielbar sind – und das wird sich teils erst in den kommenden Jahren zeigen –, stimmt die Rendite nicht mehr. Deshalb wählen meine Kollegen im Investmentmanagement und ich sehr genau aus, auf welche Objekte wir den Fokus legen und nutzen unsere langjährige Expertise für eine aktive Steuerung unserer Investments.

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