Teodora Keranova, Senior Managerin Digitalisierung und Innovation

Veränderungen haben mich vorangebracht

Keine Angst vorm Sprung ins kalte Wasser

Teodora Keranova hat ihr Ziel stets im Blick. Doch was tun, wenn sich unerwartete Hindernisse in den Weg stellen? Der Weg der 31-Jährigen zeigt, wie sie mit viel Gestaltungswillen und Mut neue Aufgaben findet, die Nutzen stiften.

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Vor sechs Jahren trat Teodora Keranova ihren „Traumjob“ an. Im Portfoliomanagement bei Union Investment betreute sie als Business Analystin Anwendungen, die Portfoliomanager und -managerinnen tagtäglich bei ihren Investitionsentscheidungen unterstützen. „Ich habe mich damals genau am richtigen Platz gefühlt“, erinnert sich die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin. „Das Team hat mich super empfangen und die Aufgaben an der Schnittstelle zwischen Portfoliomanagement und IT waren so vielfältig und abwechslungsreich, wie ich es mir vorgestellt hatte.“

An Herausforderungen wachsen

Doch bereits nach wenigen Monaten wurde alles auf den Kopf gestellt: Der Anbieter eines der Kern-Systeme für Portfolioanalyse, für das sie zuständig war, stellte sein Softwareangebot ein. Es folgten Umstellungen im Team. „Zuerst war das ein großer Schlag für mich, der mich gerade als Berufsanfängerin verunsichert hat“, berichtet die gebürtige Bulgarin. „Aber daraus hat sich eine Riesenchance für mich entwickelt.“ Keranova übernahm als fachliche Projektleiterin die komplexe Aufgabe, ein passendes Folgesystem zu finden. Eine große Herausforderung, an der sie gewachsen sei. „Diese Erfahrung hat mich viel mutiger und offener gemacht. Ich habe gelernt, in Veränderungen etwas Positives zu sehen und dabei flexibel zu bleiben.“

Die Lernkurve wird steiler, wenn man aus seiner Komfortzone herausgeht und keine Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser hat.

Teodora Keranova

Senior Managerin Digitalisierung und Innovation

Raus aus der Komfortzone

Die Neugier, sich auf Neues einzulassen, war geweckt. „Die Lernkurve wird steiler, wenn man aus seiner Komfortzone herausgeht und keine Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser hat“, erklärt Keranova. Die heute 31-jährige interessierte sich bereits für digitale Transformation und begann, sich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen. Sie suchte den Austausch mit anderen Interessierten, vernetzte sich und nahm an vom Unternehmen angebotenen Formaten teil, um sich noch intensiver einzuarbeiten.

Neue Kompetenzen erwerben

2018 ergab sich für sie die Möglichkeit, in die Abteilung Zukunftstechnologie und Digitalisierung zu wechseln. „Mir bot sich eine interessante Rolle, in der ich viel selbst gestalten durfte“, beschreibt Keranova ihre damalige Entscheidung. „Am Anfang war vieles für mich neu und ich musste schnell lernen“, erzählt sie. Keranova sammelte Informationen, las sich Wissen an und suchte das Gespräch mit den IT-Expertinnen und -Experten im Unternehmen. „Diese neuen Kompetenzen zu erwerben, hat mir Spaß gemacht und mich enorm motiviert.“ Keranova arbeitet nun an vielen interdisziplinären Themen rund um die Digitalisierung in unternehmensübergreifenden Teams. „Es ist schön, den Nutzen unserer Arbeit für uns als Mitarbeitende und für unser Unternehmen zu sehen.“

Erdender Ausgleich

Im Job beschäftigt sich Keranova aktuell mit den Potenzialen der Künstlichen Intelligenz. Privat ist ihr Fokus geerdeter. Sie findet ihren Ausgleich beim Gärtnern und freut sich über selbst geerntetes Obst und Gemüse. „Es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen dem Garten und dem Job. Genau wie in einem Projekt ist Planung und Disziplin für den Anbau im Garten wichtig, wobei man flexibel auf äußere Faktoren reagieren muss.“

Offen bleiben

Ist Keranova denn nun am Ziel angekommen? „Vor einigen Jahren hätte ich eine klare Vorstellung gehabt, wohin die Reise gehen soll“, sagt sie. Jetzt konzentriert sie sich nicht mehr nur auf langfristige Strategien, sondern lässt auch Raum für „Anpassungen“ der Zwischenschritte, um ihren Zielen näher zu kommen. „Wir erleben sehr dynamische Zeiten mit stark wechselnden Rahmenbedingungen und immer neuen Themen. Ich habe für mich entschieden, einfach agil zu bleiben.“ Eine Aufgabe zu haben, die Nutzen für das Unternehmen stiftet, das sei am Ende das Entscheidende.

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