Auf ein Wort

Auf ein Wort

Ziele setzen, Wege gehen – nach diesem Motto arbeitet der Vorstand von Union Investment gemeinsam mit rund 3.000 Kolleginnen und Kollegen darauf hin, das Vermögen der Anleger zu vermehren und so ihr Vertrauen zu verdienen. Seit mehr als 60 Jahren gelingt es Union Investment, profitabel zu wachsen und die Erfolgsgeschichte des Unternehmens fortzuschreiben. Heute befinden sich die Assets under Management auf einem historischen Höchststand, im Jahr 2017 wurde ein Rekordergebnis erzielt. Vorstandsvorsitzender Hans Joachim Reinke und die Mitglieder des Vorstands, Alexander Schindler, Jens Wilhelm und Dr. Andreas Zubrod erzählen, welche Strategie hinter dieser Erfolgsgeschichte steckt.

Herr Reinke, woran richten Sie und Ihre Kollegen im Vorstand Ihre Entscheidungen aus und welche Strategie verfolgen Sie mit Union Investment?

Hans Joachim Reinke: In unserer Unternehmensphilosophie haben wir den Anspruch formuliert, „in einer sich ständig verändernden Welt stets die beste Lösung zu bieten“. Die Ergebnisse des letzten Jahres zeigen, dass wir hier auf einem guten Weg sind. Um auch künftig das Vertrauen unserer Anleger zu verdienen, dürfen wir den Blick aber nicht nach hinten richten, sondern müssen auf die Herausforderungen schauen, die wir als Unternehmen in der Zukunft bewältigen müssen. Dabei gilt es, vorausschauend zu handeln und Entwicklungen vorwegzunehmen. Wo uns das schon heute gut gelingt, ist die Evolution des Sparens: Bei vielen Sparern konnten wir inzwischen das Bewusstsein dafür wecken, dass im Niedrigzinsumfeld nur mit einer ausgewogenen Geldanlage nennenswerte Sparziele zu erreichen sind. Das ist ein erfolgreicher Schritt in Richtung Zukunft.

Hans Joachim Reinke
„Es gilt, vorausschauend zu handeln und Entwicklungen vorwegzunehmen. Wo uns das schon heute gut gelingt, ist die Evolution des Sparens. Bei vielen Sparern schaffen wir inzwischen das Bewusstsein, dass im Niedrigzinsumfeld nur mit einer ausgewogenen Geldanlage nennenswerte Sparziele zu erreichen sind.“

Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender

Gilt der formulierte Anspruch auch für andere Geschäftsbereiche?

Alexander Schindler: Ja, denn auch im institutionellen Geschäft haben wir uns schon vor Jahren konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet. Unsere Schwerpunkte liegen daher heute in den Kompetenzfeldern Risikomanagement und Nachhaltigkeit. Diese Themen sind die Treiber unseres Erfolgs der vergangenen Jahre und gewinnen angesichts volatiler Kapitalmärkte und zunehmender regulatorischer Anforderungen weiter an Bedeutung. Es ist hier unser Anspruch und als Markt- und Meinungsführer bei diesen Themen auch unsere Verantwortung –, stets die beste Lösung anzubieten. Daher hinterfragen und entwickeln wir unsere Anlagelösungen immer weiter und optimieren so das Angebotsspektrum für institutionelle Investoren kontinuierlich. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei unser erfahrenes aktives Portfoliomanagement mit seinen professionellen kapitalmarktnahen Anlageprozessen…

Alexander Schindler
„Nicht nur nachhaltig ausgerichtete Investoren sollten ein Interesse daran zeigen, ESG-Kriterien als zusätzlichen Filter in das Risikomanagement einzubetten, um es zu optimieren.“

Alexander Schindler, Mitglied des Vorstands

Jens Wilhelm: …die wir ebenfalls stetig weiter verbessern. Das zeigt sich beispielsweise an der immer stärkeren Integration von ESG-Kriterien in unsere Investmentprozesse. Aber auch die zunehmenden Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen wir in unserer gesamten Wertschöpfungskette. So spielt die SmartData-Analyse eine immer wichtigere Rolle für uns. Und für unsere Kunden haben wir mit MeinInvest, dem digitalen Anlage-Assistenten, den wir für die Volksbanken Raiffeisenbanken entwickelt haben, ein innovatives und erfolgreiches Angebot geschaffen, das die aktuellen Markttrends umsetzt. Die gleiche Transformationsfähigkeit zeigen wir im Bereich Immobilien. Wir nutzen hier offensiv die Chancen der Digitalisierung und entwickeln gemeinsam mit innovativen Partnern aus dem Proptech-Bereich neue Standards für die Immobilienwirtschaft.

Jens Wilhelm
„Um im Zeitalter der Digitalisierung wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir leistungsfähig, flexibel, modern und verlässlich sein.“

Jens Wilhelm, Mitglied des Vorstands

Dr. Andreas Zubrod: Es sind aber nicht nur die Entwicklungen und Prozesse in unserem Haus, die in unserem Fokus stehen. Es ist uns als Treuhänder der uns im Fondsvermögen anvertrauten Mittel auch besonders wichtig, die Regulierung durch den Gesetzgeber aktiv zu begleiten. Unser Ziel ist, dass der Gesetzgeber den regulatorischen Rahmen so formt, dass Vermögensanlage für die Menschen und institutionelle Investoren nicht erschwert oder unrentabel wird.

Hans Joachim Reinke: Das ist ebenfalls ein Teil der Verantwortung, die wir tragen, wenn wir das Ziel formulieren, für Wohlstand in der Mitte der Gesellschaft zu sorgen. Wenn wir unsere Kunden beim Erreichen ihrer Sparziele unterstützen können, indem wir dem Gesetzgeber als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, ist für uns ein wichtiges Ziel erreicht. Wir werden also weiterhin einen partnerschaftlichen Austausch mit politischen Organisationen pflegen.

Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt und wie gehen Sie den Weg dorthin?

Alexander Schindler: Im Bereich der nachhaltigen Geldanlage wollen wir unsere Kompetenzen weiter ausbauen. Im Jahr 2016 haben wir dieses Thema noch einmal deutlich forciert und die Analyse von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) noch systematischer in den Investmentprozess integriert. Sie sind für uns ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Aktuelle Beispiele wie der Korruptionsskandal um das brasilianische Ölunternehmen Petrobras sind kursrelevante Geschehnisse, die in den mangelhaften Nachhaltigkeitsscores der betroffenen Unternehmen ihren Schatten vorauswarfen. Es ist kein Zufall, dass viele nach ESG-Kriterien gemanagte Portfolios dort nicht investiert waren. Daher sollten nicht nur nachhaltig ausgerichtete Investoren Interesse daran zeigen, ESG-Kriterien als zusätzlichen Filter in das Risikomanagement einzubetten, um es zu optimieren.

Jens Wilhelm: Um im Zeitalter der Digitalisierung wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir leistungsfähig, flexibel, modern und verlässlich sein. Dazu gehört eine IT, die in der Lage ist, Treiber und Gestalter innovativer Technologien zu sein, und auch als Impulsgeber für neue Geschäftsmodelle fungiert. Deshalb investieren wir sehr gezielt in den Ausbau unserer Infrastruktur und haben ein Projekt ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, IT als Gesamtaufgabe im ganzen Haus noch besser zu verankern.

Dr. Andreas Zubrod
„Unser Ziel ist, dass der Gesetzgeber den regulatorischen Rahmen so formt, dass Vermögensanlage für die Menschen und institutionelle Investoren nicht erschwert oder unrentabel wird.“

Dr. Andreas Zubrod, Mitglied des Vorstands

Dr. Andreas Zubrod: Das Beispiel zeigt: Wir befinden uns in einem Umfeld, das sich verändert. Um jederzeit in der Lage zu sein, Chancen zu ergreifen, müssen wir unsere Profitabilität weiter ausbauen. Dann können wir die sich ergebenden Möglichkeiten aus einer Position der Stärke heraus ergreifen.

Hans Joachim Reinke: Zusätzlich zu unseren betriebswirtschaftlichen Zielen haben wir eine genossenschaftliche Verantwortung. Ein wichtiger Baustein ist, dass unsere Kunden ihre Anlageentscheidungen gut informiert treffen. Sie benötigen dafür eine Grundlage, ein gewisses Maß an finanzieller Bildung. Deshalb engagieren wir uns in diesem Bereich verstärkt. Auf diese Weise schaffen wir gleichzeitig die Basis für die Erfüllung unserer unternehmenseigenen Mission. Denn wenn unsere Kunden, die richtigen Schritte zur richtigen Zeit gehen, können sie ihr Vermögen vermehren und ihren Wohlstand langfristig sichern.

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