Martin Arnold und Helmut Batz

MeinInvest: Der genossenschaftliche
Robo-Advisor

Wie implementiert man gemeinsam mit Partnern aus dem Verbund einen genossenschaftlichen Robo-Advisor? Und wie stellt man sicher, ein Projekt, wie die Entwicklung eines digitalen Anlage-Assistenten, zügig und in bester Qualität abzuschließen?

Seit Mitte Juli des vergangenen Jahres hat die VR-Bank Mittelfranken West als erste Bank den digitalen Anlage-Assistenten MeinInvest in ihre Website integriert. Martin Arnold, Vertriebsdirektor der Bank, hat den Prozess der Implementierung von Anfang an begleitet. Er sieht MeinInvest vor allem als Instrument für Berater, um bei potenziellen Kunden die Risikoneigung effizient und sicher einschätzen zu können. Die Herausforderung sei, MeinInvest als Teil einer Omnikanalstrategie in die Beratung zu integrieren.

Interview mit Martin Arnold

Interview mit Martin Arnold

Die Schnittstelle zu Union Investment

Helmut Batz steht als Vertriebsdirektor in der Landesdirektion Bayern bei Union Investment im stetigen Austausch mit den Banken. Für die VR-Bank Mittelfranken West ist er die Schnittstelle zu Union Investment. Aus vielen Gesprächen kennt er die Vorbehalte, die gegenüber MeinInvest bei Verbundpartnern herrschen, aber auch die positiven Reaktionen, die das Produkt hervorruft.

Interview mit Helmut Batz

Interview mit Helmut Batz

Agil zum Ziel

„Wir beobachten seit einiger Zeit, dass Robo-Advice mit der klassischen Vor-Ort-Beratung, wie sie die Vermittlerbanken von Union Investment anbieten, konkurriert“, sagt Gabriel Placentra, Leiter der Gruppe Onlinehandel und Beratungslösungen bei Union Investment. „Und wir müssen schnell handeln, wenn wir merken, dass Marktentwicklungen wie diese die Geschäftsmodelle von Union Investment und der Primärbanken gefährden können“, erklärt er. Deshalb beschloss der Vorstand von Union Investment im August 2016, den digitalen Anlage-Assistenten MeinInvest zu entwickeln.

Grundlage für die Entwicklung waren die Erfahrungen des Online-Geldanlageportals VisualVest, einem Tochterunternehmen von Union Investment. „Bei unseren Überlegungen und auch in der Abstimmung mit den Banken und Verbänden haben wir aber schnell gemerkt, dass die Anforderungen an MeinInvest etwas anders gelagert sind“, sagt Placentra. Um das Angebot an die Bedürfnisse der Partnerbanken anzupassen, startete Union Investment daher eine zweistufige Pilotphase, in der ausgewählte Banken, unter anderem die VR-Bank Mittelfranken West, das Produkt testeten und Rückmeldung gaben.

Zweistufige Pilotphase zum Austausch mit den Banken

Seit April 2018 steht MeinInvest allen Vermittlerbanken zur Verfügung. „Es ist uns gelungen, auf die Impulse der Banken schnell zu reagieren und das Produkt gemeinsam weiterzuentwickeln. Das war von uns auch so gewollt. Dank dieses agilen Vorgehens ist es uns gelungen, unser Ziel zu erreichen, nämlich mit MeinInvest einen genossenschaftlichen Robo-Advisor schnell zur Marktreife zu bringen“, resümiert Placentra.

Initialisierungsphase

  • Herbst 2016: Der Vorstand von Union Investment beschließt, einen genossenschaftlichen Robo-Advisor zu entwickeln
  • März 2017: Kick-off mit sieben Entwicklerbanken, um gemeinsam Inhalt und Umfang der Pilotphase zu definieren
  • April/Mai 2017: Individuelle Workshops mit jeder der sieben Entwicklerbanken zur Einführung von MeinInvest

Pilotphase und Freischaltung

  • Juli 2017: Die VR-Bank Mittelfranken West eG ist die erste Bank, die MeinInvest freischaltet
  • September 2017: Ergänzend zu den sieben Entwicklerbanken nehmen 23 weitere sogenannte Pilotbanken MeinInvest sukzessive in ihr Onlineangebot auf
  • April 2018: Das Angebot zur Freischaltung steht allen Banken der Genossenschaftlichen FinanzGruppe zur Verfügung

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