Union Investment geht mit besten Voraussetzungen in die nächste Dekade

  • 2019 eines der absatzstärksten Jahre der Unternehmensgeschichte
  • Assets under Management institutioneller Kunden erstmals über 200 Milliarden Euro
  • Evolution des Sparens geht bei Privatkunden in die nächste Runde
  • Aufbruch in die neue Dekade: Aktives Management bleibt wesentlicher Erfolgsfaktor

Frankfurt am Main, 20. Februar 2020 – Union Investment hat das Jahr 2019 erfolgreich abgeschlossen und ein Neugeschäft von 19,4 Mrd. Euro (2018: 15,3 Mrd. Euro) erzielt. „2019 war eines der absatzstärksten Jahre in der Unternehmensgeschichte von Union Investment“, sagte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, bei der Jahrespressekonferenz der Fondsgesellschaft. „Es ist uns gelungen, beim Mittelaufkommen erneut überdurchschnittlich abzuschneiden und unsere Marktposition zu stärken. Dafür bedanke ich mich herzlich bei unseren Partnerbanken“, führte Reinke weiter aus. Als Folge des Absatzes und einer starken Fondsperformance stieg das verwaltete Vermögen von Union Investment um 13,9 Prozent auf ein neues Hoch von 368,2 Mrd. Euro (2018: 323,4 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern wuchs auf 650 Mio. Euro (2018: 502 Mio. Euro). Darin enthalten sind 73 Mio. Euro aus dem Verkauf der polnischen Tochtergesellschaft TFI. „Gerade mit Blick auf die Absatzergebnisse der gesamten Fondsbranche in Deutschland sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, betonte Reinke.

Über alle Anlageklassen hinweg erreichten die Wertpapierfonds von Union Investment eine Einjahresperformance von 12,8 Prozent. „Es war ein sehr gutes Jahr für unsere Anleger“, freute sich Reinke. Entscheidender für den Anlageerfolg seien aber mittel- und langfristige Zeiträume. „In der Zehnjahressicht konnten unsere Wertpapierfonds im Schnitt einen Wertzuwachs von 4,2 Prozent pro Jahr erzielen. Wer bereit war, auch in Wertpapiere zu investieren, hat profitiert“, so der Vorstandsvorsitzende.

Assets under Management institutioneller Kunden erstmals über 200 Milliarden Euro

Mit der Absage der Zinswende im Frühsommer 2019 verstärkte sich bei institutionellen Kunden die Suche nach Diversifikationsmöglichkeiten. Nach dem schwachen vierten Quartal 2018 wurden vermehrt Risikopositionen aufgebaut und die Internationalisierung der Anlagestrategien vorangetrieben. Der Nettoabsatz von Union Investment mit institutionellen Kunden zog mit 11,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr (7,8 Mrd. Euro) deutlich an. Das gemanagte Volumen institutioneller Gelder überschritt erstmals die 200-Milliarden-Euro-Marke und betrug am Jahresende 207,8 Mrd. Euro (2018: 187,7 Mrd. Euro). Zu diesem positiven Geschäftsverlauf trugen auch 70 (2018: 64) neu gewonnene Kunden bei. „Das anhaltende Niedrigrenditeumfeld führte zu einem größeren Handlungsdruck und zu einer selektiveren Auswahl der Anlageklassen. So waren vor allem Offene Immobilienfonds, Aktien, Unternehmensanleihen und Verbriefungen gefragt“, sagte Reinke.

Das Interesse an nachhaltigen Anlagen gab es bislang vor allem bei institutionellen Kunden. Nun sprang auch bei den privaten Sparern die Nachfrage an.

Hans Joachim Reinke

Vorstandsvorsitzender von Union Investment

Reinke_Zitat

Darüber hinaus war das Interesse an nachhaltigen Anlagen unverändert groß. Folglich stieg der Bestand an nachhaltigen Anlagen im Jahr 2019 über alle Kundengruppen hinweg von 41,4 auf 53,1 Mrd. Euro. „Während sich das Interesse an nachhaltigen Anlagen lange vor allem bei institutionellen Kunden bündelte, sprang im vergangenen Jahr auch bei den privaten Sparern die Nachfrage an“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. „Beim Thema Nachhaltigkeit sind wir sehr gut aufgestellt, denn wir managen seit 30 Jahren nachhaltige Assets aufgrund der Anforderungen, die genossenschaftliche Kirchenbanken schon damals an uns stellten“, führte er weiter aus.

Evolution des Sparens geht bei Privatkunden in die nächste Runde

Auch die Zahlen im Privatkundengeschäft entwickelten sich positiv. So beliefen sich die Nettozuflüsse auf 8,1 Mrd. Euro (2018: 7,5 Mrd. Euro), und der Bestand erhöhte sich auf 160,4 Mrd. Euro (2018: 135,7 Mrd. Euro). „Dank der engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der genossenschaftlichen FinanzGruppe ist es uns gelungen, auch bei unseren Assets under Management im Privatkundengeschäft einen neuen Höchststand zu erreichen“, sagte Reinke. Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen dabei sowohl Offene Immobilienfonds mit Nettozuflüssen von 3,5 Mrd. Euro als auch Misch- und Aktienfonds mit 3,2 Mrd. Euro beziehungsweise 1,9 Mrd. Euro. Die größten Nettoabflüsse gab es hingegen bei wertgesicherten Fonds mit 1,6 Mrd. Euro und Rentenfonds mit 1,0 Mrd. Euro.

Dabei kommt ein immer größerer Anteil des Neugeschäfts aus dem Bereich des ratierlichen Sparens. So erzielten Riester-Sparpläne einen stabilen Nettozufluss von rund 1,2 Mrd. Euro. Der Bestand der 1,88 Millionen Riester-Sparer erhöhte sich zum Ende des letzten Jahres auf 20,9 Mrd. Euro. Die Zahl der klassischen Fondssparpläne wuchs um 404.000 auf knapp 2,7 Millionen Verträge. „Es freut uns besonders, dass wir im Sparplangeschäft das dynamischste Wachstum bei den Aktienfonds sehen. So verdoppelte sich innerhalb der letzten drei Jahre die Zahl der Aktiensparpläne von 551.000 auf 1,1 Millionen Verträge“, sagte Reinke. Zudem werden heute 95 Prozent aller Sparpläne in Aktien-, Misch- oder Offenen Immobilienfonds angelegt. Insgesamt verwaltete Union Investment zum Ende des Jahres 2019 mit klassischen Fondssparplänen, VL-Verträgen und Riester-Sparplänen 5,2 Millionen Sparverträge (2018: 4,8 Mio.) mit einem Gesamtvolumen von über 45 Mrd. Euro.

Aufbruch in die neue Dekade: Aktives Management bleibt wesentlicher Erfolgsfaktor

In seiner Rede befasste sich Reinke nicht nur mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr, sondern gab auch einen Ausblick, welche Faktoren zu Beginn der nächsten Dekade eine große Rolle für das Handeln des Asset Managers spielen würden. Diese Faktoren beschrieb er kurz mit 4 G: Geopolitik, globale Konjunktur, Geldpolitik und dem Green Deal.

So würde die Geopolitik wieder verstärkt von nationalen Interessen dominiert. Die Auseinandersetzungen zwischen den USA und China seien nur vordergründig Handelskonflikte. Dahinter stehe ein Kampf um die globale Hegemonie. „Phasen der Beruhigung werden sich mit Phasen erneuter Eskalation abwechseln. Das hat auch Auswirkungen auf die globale Konjunktur“, erklärte Reinke. Die Handelskonflikte verunsicherten Unternehmen, die ihre Investitionen drosselten. „Gleichwohl sehen wir einen stabilen globalen Wachstumspfad, auch wenn er signifikant flacher ausfallen wird“, erklärte er. Zudem werde die Geldpolitik nicht dauerhaft für eine konjunkturelle Unterstützung und Entspannung an den Kapitalmärkten sorgen können. „Nicht nur Geldpolitikern bereitet es zunehmend Sorge, dass die Regel ‚Wenn es der Wirtschaft schlecht geht, senke ich die Steuern‘ nicht mehr verfängt“, führte der Vorstandsvorsitzende weiter aus. Strukturell werde sich in der Geldpolitik jedoch wenig ändern, womit die Herausforderung für Zinssparer auch in der nächsten Dekade erhalten bleibe. „Niedrigzinsen tun nicht weh, aber Minuszinsen schon. Verstehen ist etwas anderes als erleben“, hob Reinke den Grund hervor, weshalb immer mehr Menschen anfingen, über das Sparen neu nachzudenken. Nicht zuletzt deshalb geht Reinke davon aus, dass die Evolution es Sparens unvermindert fortschreitet und betonte: „Der Fondssparplan wird für viele Sparer das neue Sparbuch.“

Der Green Deal wiederum beinhalte die Transformation der Wirtschaft hin zu einer nachhaltigeren Produktionsweise. „Die Verzahnung von Ökonomie und Ökologie ist notwendiger denn je. Denn Ökonomie braucht Nachhaltigkeit, und Ökologie braucht Finanzierung. Asset Manager können in ihrer Rolle als Intermediär hierbei wertvolle Beiträge leisten“, betonte Reinke.

Reinke zog aus den 4 G drei Schlüsse für die Fondsbranche: Erstens bleibe in Zeiten niedriger Zinsen und erhöhter Marktschwankungen aktives Management ein wesentlicher Erfolgsfaktor der langfristigen Geldanlage. Zweitens werde die Evolution des Sparens durch die zementierten Zinsen weiter beflügelt und drittens sei die Rolle des Asset Managers als Intermediär bei der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft gefragter denn je. „Für die neue Dekade sind wir mit einem erfolgreichen aktiven Management, einer langjährigen Expertise in der nachhaltigen Geldanlage und einer gelebten Nähe zum Kunden sehr gut aufgestellt. Die vergangenen zehn Jahre waren die Dekade der Genossenschaften und des genossenschaftlichen Fondsgeschäfts, warum nicht auch die nächste?“, resümierte Reinke.

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