Rentenkommission mit richtigem Ansatz, aber dürftigen Lösungsvorschlägen

Frankfurt am Main, 30. März 2020 – „Die Ergebnisse der Rentenkommission gehen zwar in die richtige Richtung, aber viele Probleme werden ohne Lösungsvorschläge in die Zukunft verschoben“, fasst Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment die Empfehlungen der Rentenkommission zusammen. Ein verlässlicher Generationenvertrag sei nicht zu erkennen. Auch soll über eine mögliche Anhebung des Renteneintrittsalters erst im Jahr 2026 entschieden werden. Positiv zu werten sind jedoch die Reformvorschläge zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Sie weisen eine deutliche Weiterentwicklung auf.

Was in dem Bericht deutlich wird, ist die zunehmende Bedeutung der privaten Altersvorsorge. „Bei einer Absenkung der Haltelinie auf bis zu 44 Prozent, müssen die Menschen in Zukunft mehr vorsorgen als bislang. Wir begrüßen daher ausdrücklich die Weiterentwicklung des bestehenden Systems und die Reform der Riester-Rente“, so Erling. „Die Vereinfachung des Zulageverfahrens, die Flexibilisierung der Garantiehöhe oder die Erweiterung des Personenkreises der Riester-Rente waren überfällig.“

Es gebe sogar noch weitere Möglichkeiten zur Vereinfachung und Entbürokratisierung des Systems sowie zur Entwicklung einer unkomplizierten Fördersystematik. Weiterhin sollte der Sonderausgabenabzug abgeschafft werden, da dadurch das Geld auf dem Girokonto lande und nicht für die Altersvorsorge verwendet würde.

Zufrieden zeigte sich Erling mit den Vorschlägen einer gebündelten Renteninformation: „Die Menschen brauchen einen Überblick über ihre zu erwartenden Einkommen im Alter. Wir bringen uns daher bei der Entwicklung dieser Übersicht aktiv ein.“ Es gelte, die private Altersvorsorge insgesamt weiterzuentwickeln und fit für die Zukunft zu machen.

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Markus Temme

Markus Temme

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