Österreichische Großanleger setzen auf Nachhaltigkeit

Frankfurt, 19. Juli 2017 – 73 Prozent der institutionellen Investoren in Österreich nutzen nachhaltige Strategien in ihrer Kapitalanlage. Der Anteil liegt damit fast zehn Prozentpunkte über dem Wert in Deutschland (64 Prozent). Zu diesem Ergebnis gelangt die Nachhaltigkeitsstudie von Union Investment, an der in diesem Jahr 102 österreichische Großanleger wie Vorsorgekassen, Pensionskassen, Versicherungen, Banken, Unternehmen und Stiftungen mit einem verwalteten Gesamtvermögen von rund 254 Mrd. Euro teilgenommen haben.

„Großanleger in Österreich erreichen damit einen Spitzenwert. Nachhaltigkeit ist bei ihnen fest in der Kapitalanlage verankert“, sagt Alexander Schindler, im Vorstand von Union Investment zuständig für institutionelle Kunden. Als wichtiges Motiv für den Einsatz nachhaltiger Strategien nennen 72 Prozent der Befragten die Werte des eigenen Unternehmens. Danach folgen vor allem wirtschaftlich begründete Motive wie eine Verbesserung des Images (70 Prozent), größere Chancen für das Marketing (64 Prozent), Vorgaben in den Anlagerichtlinien (63 Prozent) und bessere Renditeerwartungen (57 Prozent).

Bei der Umsetzung nachhaltiger Strategien setzen österreichische Investoren vor allem auf Ausschlusskriterien. 63 Prozent nutzen diese. 53 Prozent führen ein positives und 44 Prozent ein negatives Screening durch. Einen Best-in-Class-Ansatz verfolgen 45 Prozent, während 32 Prozent angeben, als aktive Aktionäre Engagement-Strategien zu verfolgen.

Nach einer vom EU-Parlament im November 2016 erlassenen Richtlinie müssen Betriebspensionsfonds ihre Gelder künftig auch unter Beachtung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien anlegen. Sich verändernde regulatorische Anforderungen sind daher der mit Abstand wichtigste Impuls für institutionelle Investoren in Österreich, sich künftig stärker mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. 47 Prozent aller Befragten äußerten sich in diesem Sinne. Diese Ansicht ist bei Altersvorsorgeeinrichtungen und Pensionskassen mit 80 Prozent besonders ausgeprägt. Kirchen und Stiftungen fühlen sich demgegenüber weniger stark von der Regulierung getrieben. Lediglich 20 Prozent dieser Investorengruppe sehen darin einen entscheidenden Impuls, sich mit nachhaltiger Kapitalanlage zu befassen.

PDF herunterladen

Ansprechpartner

Stefan Barkhausen

Stefan Barkhausen

Pressesprecher

Institutionelles Asset Management, Internationale Presse

Telefon: 069-2567-2660

E-Mail: stefan.barkhausen@union-investment.de

Auch interessant für Sie

Sie wollen mehr über Union Investment erfahren? Dann haben wir weitere interessante Themen für Sie.

Gute Startbedingungen für das Börsenjahr 2020

Handelsstreit und Brexit belasten Märkte kaum noch - Geldpolitik bleibt locker, wirkt aber immer weniger - Wachstumsverlangsamung, aber keine Rezession - Chancenorientierte Rentenanlagen, Aktien und Immobilien bleiben attraktiv

  • 03.12.2019

Studie: Verbriefungen sind attraktive Anlagealternative

Hoher Renditeaufschlag gegenüber Unternehmensanleihen - Geringes Kreditausfallrisiko bei verbrieften Unternehmenskrediten - Studie von Union Investment analysiert Ursachen für Mehrertrag

  • 13.11.2019

Alexander Lichtenberg wird neues Vorstandsmitglied

Zum 1. Januar 2020 wird Alexander Lichtenberg nach einem Beschluss des Aufsichtsrats als neues Mitglied in den Vorstand von Union Investment berufen. Der 53-jährige Diplom-Kaufmann kommt von der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG.

  • 25.10.2019
Alle Pressemitteilungen