Brexit-Votum verunsichert Großanleger

Frankfurt, 1. September 2016 – Das Brexit-Votum in Großbritannien hat sich negativ auf die Konjunktur- und Kapitalmarkteinschätzung institutioneller Anleger in Deutschland ausgewirkt. Vor dem Referendum am 24. Juni 2016 erwarteten 27 Prozent der befragten Investoren eine Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland innerhalb der kommenden zwölf Monate. Danach sank die Zahl der Optimisten auf neun Prozent. Dies geht aus einer Befragung institutioneller Investoren im Auftrag von Union Investment hervor.

Negativer fällt auch die Einschätzung der Befragten zur wirtschaftlichen Lage des eigenen Unternehmens aus. Mit einer Verbesserung rechnen nur noch 17 Prozent. Das sind acht Prozentpunkte weniger als vor dem Referendum.
Mit Blick auf die Kapitalmärkte stellen sich die Großanleger auf zunehmende Schwankungen ein. So erwarten 72 Prozent eine Zunahme der Volatilität der Renditen an den Märkten, während vor dem Referendum nur gut die Hälfte der Befragten davon ausging (56 Prozent).
Schwerer einschätzen lässt sich seit dem Brexit-Votum aus Sicht der Investoren auch, wie andere Marktteilnehmer zukünftig agieren werden: 62 Prozent sehen eine gestiegene Unsicherheit bezüglich des Verhaltens anderer institutionelle Anleger. Zuvor waren es 46 Prozent. „Die Umfrageergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer umfassenden und nüchternen Risikoanalyse. Grundlage dafür ist eine Quantifizierung verschiedener Risikoarten wie Marktpreis-, Makro- und Liquiditätsrisiken. Dabei zeigt sich: Die tatsächliche Lage an den Märkten ist derzeit besser als die Stimmung der Investoren“, sagt Alexander Schindler, Vorstand von Union Investment mit Zuständigkeit für institutionelle Kunden.

 

Hinweis für die Redaktionen:
Befragt wurden 112 institutionelle Investoren in Deutschland mit einem verwalteten Vermögen von knapp fünf Billionen Euro (Versicherungen, Versorgungswerke u. Pensionskassen, Unternehmen, Banken, Stiftungen, kirchliche Einrichtungen, Kapitalanlagegesellschaften). Die Befragung erfolgte im Mai/Juni 2016 vor dem Brexit-Votum in Großbritannien am 24. Juni (57 Investoren) und danach im Juni/Juli 2016 (55 Investoren) durch das Hamburger Marktforschungsinstitut Elbe 19.

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