Unsere Positionierung

Auf Grundlage eines klar definierten Entscheidungsprozesses erarbeitet das Union Investment Committee (UIC) in jedem Monat eine auf das aktuelle Marktumfeld ausgerichtete Kapitalmarktstrategie.

Die Kapitalmärkte haben in den vergangenen Wochen mit deutlichen Kursverlusten auf die aufkommende Konjunktureintrübung reagiert. Angesichts der voranschreitenden Berichtssaison zeichnet sich jedoch ab, dass die Gewinnsorgen vieler Investoren nicht unberechtigt, aber überzogen waren. In den USA stellt sich die Lage mit Blick auf die Gewinnentwicklung sogar überdurchschnittlich gut dar. Mit dem baldigen Ende der Berichtssaison dürften außerdem verstärkt einsetzende Aktienrückkäufe der Unternehmen zusätzlich stützen. Auch mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es Entspannungssignale. Sollte sich mit dem Näherrücken des offiziellen Austauschs zwischen dem chinesischen Staatspräsident Xi und US-Präsident Trump Ende November ein Durchbruch in den Verhandlungen abzeichnen, wäre das ein Fingerzeig für die Märkte. Angesichts dieser Entwicklungen hat das UIC eine moderat offensive Ausrichtung eingenommen.

Aktuelle Positionierung des Union Investment Committee

Stand: 24. Oktober 2018

Aktien

Mit der aufkommenden Risikoaversion hat sich der überwiegende Teil der Marktteilnehmer defensiver positioniert. Positive Nachrichten – sei es aus Konjunktur- oder politischer Sicht – könnten in diesem Umfeld zu einer Gegenbewegung führen.

Renten

Europäischen Kern-Staatsanleihen bewegen sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen anziehenden Renditen und politischer Unsicherheit – insbesondere mit Blick auf Italien. In diesem Umfeld zeichnet sich kein nachhaltiges Ertragspotenzial ab.

Währungen

Mit Blick auf die weitere Entwicklung des US-Dollar ist die politische Unsicherheit maßgeblich. Daneben bleibt fraglich, ob das Zwillingsdefizit stärker belastet als die Zinsdifferenz unterstützen kann.

Rohstoffe

Die meisten Industriemetalle befinden sich in einem Marktdefizit, die Lagerbestände sinken. Einzelne Indikatoren deuten bereits jetzt auf eine Knappheit hin. Die verabschiedeten Stimulusmaßnahmen in China sowie die Entspannungszeichen im Handelsstreit dürften zu steigenden Preisen bei Industriemetallen führen. Dagegen sollte der Ölmarkt 2019 in einen Überschuss kippen, was die Aussicht auf steigende Ölpreise mindert.

Umsetzung

Das Union Investment Committee (UIC) hat die Risikoausrichtung auf eine moderat offensive Ausrichtung angehoben (RoRo-Meter Stufe 4). Auf der Aktienseite wurde die  Übergewichtung im Bereich der Industrieländer-Titel ausgebaut. Im Rentenbereich ist das Gremium nach wie vor defensiv positioniert: Das Untergewicht im Bereich der Staatsanleihen aus den Euro-Kernländern wurde noch einmal ausgebaut. Im Rohstoffbereich hat das UIC die Entspannungssignale im Handelskonflikt zum Anlass für eine offensive Ausrichtung im Bereich der Industriemetalle genommen.

Der UIC-Terminkalender

Das Gremium trifft sich turnusmäßig einmal im Monat an zwei aufeinander folgenden Tagen – oder aber auch ad hoc, wenn es die Kapitalmarktentwicklung erfordert. Das erste Treffen dient der Bestandsaufnahme und Analyse der Lage an den internationalen Börsen. Dazu werden sowohl interne Experten aus dem Portfoliomanagement als auch externe Referenten eingeladen. Der zweite Tag steht im Zeichen der Diskussionen und der Entscheidungen. Um eine für das gesamte Portfoliomanagement tragfähige Strategie herauszuarbeiten, muss am Ende eine Einigung stehen: das Kondensat der versammelten Meinungen. Daraus wird die optimale Ausrichtung eines Musterportfolios für die kommenden drei Monate, inklusive der dazu passenden Risikoeinschätzung entwickelt.

  • 19./20.11.
  • 17./18.12.