Unsere Positionierung

Auf Grundlage eines klar definierten Entscheidungsprozesses erarbeitet das Union Investment Committee (UIC) in jedem Monat eine auf das aktuelle Marktumfeld ausgerichtete Kapitalmarktstrategie.

Die Mischung aus synchronem globalen Wachstum und moderater Inflation in den USA und Europa sorgt weiter für ein freundliches Börsenumfeld. Dies gilt umso mehr, als die konjunkturellen und politischen Risiken für die Kapitalmärkte eher gesunken sind. Weltweit sind die wirtschaftlichen Frühindikatoren im Aufwind. Unter regionalen Gesichtspunkten sticht besonders Europa hervor, das nach wie vor durch gute Wirtschaftsdaten überraschen kann. Einzig die Verschlechterung verschiedener Indikatoren in China trübt derzeit das Wachstumsbild ein wenig. Auf dem jüngsten Parteitag der Kommunistischen Führung in Peking wurde der Umbau des chinesischen Wirtschaftsmodels erneut bekräftigt. Es ist daher davon auszugehen, dass dieser Kurs in den kommenden fünf Jahren weiter forciert wird. Insofern darf man mittelfristig in China zumindest eine leichte Abschwächung des Wachstums erwarten, auch wenn der aktuelle Aufwärtstrend der Weltwirtschaft dem exportstarken Land konjunkturell hilft.

 

Insbesondere Aktien sollten von diesem Umfeld profitieren, zumal die Gewinnrevisionen positiv sind. Auf der Rentenseite rechnen die Experten von Union Investment mit etwas sinkenden Bundrenditen zum Jahresende. Investoren dürften mit Blick auf die geringe Liquidität in den Weihnachtswochen vermehrt in „sichere Häfen“ investieren. Vor dem Hintergrund hat sich die UIC Positionierung in einzelnen Bereichen leicht angepasst:

 

Union Investment Committee: Positionierung November 2017

Aktien

Das fundamentale Umfeld spricht unverändert für Aktien, die Ausblicke für die kommenden Quartale rechtfertigen weitere Kursgewinne. Störfaktoren sind derzeit kaum auszumachen. Ein Risiko sehen wir in der sehr gleichgerichteten Positionierung vieler Anleger. In den USA könnte die Diskussion um die Steuerreform Chancen insbesondere für Telekommunikations- und Energieunternehmen bieten.

Renten

Die UIC Experten erwarten nach vorne gerichtet leicht steigende Renditen. Kurzfristig könnten Staatsanleihen der Euro-Kernländer aufgrund der geringeren Liquiditätslage und der Einführung von MiFid II um den Jahreswechsel gefragt sein. In wieweit die im Frühjahr anstehenden Wahlen in Italien das Potenzial haben, Peripherieanleihen unter Druck zu setzen, gilt es abzuwarten.

Währungen

Die Argumente für und gegen den US-Dollar halten sich unverändert die Waage, größere Ausschläge sehen die UIC Experten vorerst nicht. 

Rohstoffe

Aufgrund des derzeitigen Verhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage sehen die UIC Experten mittelfristig keine Gründe für einen nachhaltigen Rückgang beim Ölpreis. Langfristig sprechen die guten Konjunkturdaten für tendenziell steigende Notierungen.

Umsetzung

Das UIC bestätigt in diesem Umfeld sowohl seine moderat offensive Risikoausrichtung (RoRo-Meter 4) als auch seine Übergewichtung in Aktien, mit einem Schwerpunkt auf Titel der Industriestaaten. Schwellenländeraktien steht das UIC weiter neutral gegenüber. Das UIC favorisiert Staatsanleihen aus aufstrebenden Volkswirtschaften, hat aber das Gewicht in Staatsanleihen der Euro-Kernzone leicht erhöht. Rohstoffe sind für den Moment insgesamt neutral positioniert.

Der UIC-Terminkalender

Das Gremium trifft sich turnusmäßig einmal im Monat an zwei aufeinander folgenden Tagen – oder aber auch ad hoc, wenn es die Kapitalmarktentwicklung erfordert. Das erste Treffen dient der Bestandsaufnahme und Analyse der Lage an den internationalen Börsen. Dazu werden sowohl interne Experten aus dem Portfoliomanagement als auch externe Referenten eingeladen. Der zweite Tag steht im Zeichen der Diskussionen und der Entscheidungen. Um eine für das gesamte Portfoliomanagement tragfähige Strategie herauszuarbeiten, muss am Ende eine Einigung stehen: das Kondensat der versammelten Meinungen. Daraus wird die optimale Ausrichtung eines Musterportfolios für die kommenden drei Monate, inklusive der dazu passenden Risikoeinschätzung entwickelt.

  • 29./30.01.
    26./27.03.
    28./29.05
  • 26./27.02.
    23./24.04.
    25./26.06.