Unsere Positionierung

Auf Grundlage eines klar definierten Entscheidungsprozesses erarbeitet das Union Investment Committee (UIC) in jedem Monat eine auf das aktuelle Marktumfeld ausgerichtete Kapitalmarktstrategie.

Am aktuellen Rand zeichnet sich eine eklatante Schwäche in zyklischen und zinssensitiven Sektoren ab. In Europa, Japan und China ist dieser Trend bereits seit einigen Monaten sichtbar. Derzeit ist noch nicht abzusehen, wann die konjunkturelle Schwächeperiode endet. So lange dürften die Kapitalmärkte belastet bleiben. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass die konjunkturelle Eintrübung in den USA nicht spurlos an der US-Notenbank Fed vorbei geht. Vielmehr erwarteten wir, dass die US-Notenbank in ihrer Kommunikation perspektivisch den Ursache-Wirkungszusammenhang zwischen Konjunktur und Geldpolitik stärker betonen dürfte. Wichtige Treiber der vergangenen Monate waren zudem die vielfältigen Eventrisiken wie der Brexit, die italienische Budgetdebatte oder der Handelsstreit zwischen den USA und China. Neu hinzu gekommen ist der „Gelbwesten-Protest“ in Frankreich, der zu einer Aufweichung der Budgetziele in Paris geführt hat.

Positionierung Union Investment Committee, Januar 2019

Stand: 4. Januar 2019

Aktien

Die Korrektur ist in den Schwellenländern bereits weiter fortgeschritten. EM-Titel dürften daher etwas besser als Aktien aus den Industrieländern abschneiden.

Renten

Angesichts der politischen Risiken erscheinen Staatsanleihen aus den Kernländern wieder attraktiver. Gegenüber Unternehmensanleihen sind wir zurückhaltender geworden.

Rohstoffe

Die Rohölpreise konnten von den Produktionskürzungen der OPEC und Russlands nur kurzzeitig profitieren. Aktuell überwiegen die Sorgen um die Konjunktur, die über die Nachfrageseite auf den Preisen lasten. Gold bleibt im unsicheren Umfeld unterstützt.

Umsetzung

Das Union Investment Committee (UIC) hat seine Risikoausrichtung weiter im neutralen Bereich gehalten. (RoRo-Meter auf Stufe 3). Im Aktiensegment sind aktuell Titel aus den Emerging Markets bevorzugt, weil die Unterschiede im Wachstum sich verringern und die Kurse in den Schwellenländern weiter zurückgekommen sind. An der Rentenpositionierung wurden keine Veränderungen vorgenommen, hochverzinsliche Unternehmensanleihen bleiben untergewichtet. Unter den Rohstoffen wird Gold aufgrund seiner Rolle als sicherer Hafen bevorzugt. Mit Blick auf den Währungsbereich ist der US-Dollar aufgrund des nachlassenden US-Wachstums und den Fragezeichen im Zusammenhang mit der US-Zinspolitik weiterhin untergewichtet. Favorisiert wird der Japanischen Yen, nicht zuletzt aufgrund seiner Rolle als klassische Krisenwährung.

Der UIC-Terminkalender

Das Gremium trifft sich turnusmäßig einmal im Monat an zwei aufeinander folgenden Tagen – oder aber auch ad hoc, wenn es die Kapitalmarktentwicklung erfordert. Das erste Treffen dient der Bestandsaufnahme und Analyse der Lage an den internationalen Börsen. Dazu werden sowohl interne Experten aus dem Portfoliomanagement als auch externe Referenten eingeladen. Der zweite Tag steht im Zeichen der Diskussionen und der Entscheidungen. Um eine für das gesamte Portfoliomanagement tragfähige Strategie herauszuarbeiten, muss am Ende eine Einigung stehen: das Kondensat der versammelten Meinungen. Daraus wird die optimale Ausrichtung eines Musterportfolios für die kommenden drei Monate, inklusive der dazu passenden Risikoeinschätzung entwickelt.

  • 21./22.Januar
    25./26. März
    27./28. Mai
    29./30. Juli
    23./24. September
    25./26. November
  • 25./26. Februar
    23./24. April
    24./25. Juni
    26./27. August
    28./29. Oktober
    16./17. Dezember