Unsere Positionierung

Auf Grundlage eines klar definierten Entscheidungsprozesses erarbeitet das Union Investment Committee (UIC) in jedem Monat eine auf das aktuelle Marktumfeld ausgerichtete Kapitalmarktstrategie.

Die populistische Politik, allen voran aus den USA und Italien, treibt die Kapitalmärkte nach wie vor um. Risiken könnten in den nächsten Wochen sowohl vom Handelskonflikt zwischen den USA und China als auch von der italienischen Budgetpolitik ausgehen. Allerdings haben sich auch zwei neue und entscheidende Unterstützungsfaktoren herausgebildet: Zum einen profitiert die US-Wirtschaft mit Blick auf die gestiegenen Gewinnerwartungen der Unternehmen stärker von der Steuerreform als bisher angenommen. Zum anderen deutet sich an, dass die Wirtschaft im Euroraum die Schwächephase des ersten Halbjahres überwunden hat. Zuletzt gab es auch im Verhältnis zwischen den USA und Europa deutliche Entspannungssignale. Vor diesem Hintergrund zeigten sich die Kapitalmärkte in Summe etwas stabiler, die existierenden Störfaktoren können aber immer wieder für Schwankungen sorgen. In dieser Situation hat sich das Union Investment Committee für eine selektive Positionierung entschieden.

Aktuelle Positionierung des Union Investment Committee

Aktien

Das fundamentale Umfeld für Aktien insbesondere aus den Industrieländern ist nach wie vor intakt. Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen das globale Wirtschaftswachstum und die weitere Entwicklung des Handelsstreits.

Renten

Über die Sommermonate haben sich die Risikoaufschläge italienischer Staatsanleihen deutlich ausgeweitet. Im Zusammenhang mit der Vorlage des italienischen Staatshaushaltes 2019 könnten Bundesanleihen in einem Extremszenario als sicherer Hafen gefragt sein. Grundsätzlich gehen wir aber von tendenziell steigenden Renditen aus.

Währungen

Unter der Prämisse, dass es zu keiner politischen Eskalation in Italien kommt, rechnen wir nach vorne gerichtet mit keiner weiteren Abschwächung des Euro. Mittelfristig sollte es vielmehr zu einem leichten Anstieg der europäischen Gemeinschaftswährung kommen.

Rohstoffe

Viele Rohstoffsektoren gerieten zuletzt unter Druck. Zu den Ursachen zählt vor allem die geringere Nachfrage aus China. Ob sich die Notierungen nachhaltig erholen können, hängt vor allem von der weiteren Entwicklung des Handelsstreits ab.

Umsetzung

Das UIC bestätigt seine neutrale Risikoposition (RoRo-Meter Stufe 3). Aktien bleiben in Summe leicht übergewichtet. Titel aus den Industriestaaten werden bevorzugt, da wir vor allem von einer weiteren Stärke bei US-Aktien ausgehen. Bei Aktien aus den Schwellenländern sind wir neutral positioniert. Dem Risiko über den zu verabschiedenden italienischen Staatshaushalt wird durch ein Untergewicht von Peripheriestaatsanleihen Rechnung getragen. Unter der Annahme steigender Renditen wurde zudem die Position bei Staatsanleihen der Euro-Kernländer auf ein leichtes Untergewicht reduziert. Bei Unternehmensanleihen (Investment Grade) ist das UIC weiter defensiv aufgestellt.

Der UIC-Terminkalender

Das Gremium trifft sich turnusmäßig einmal im Monat an zwei aufeinander folgenden Tagen – oder aber auch ad hoc, wenn es die Kapitalmarktentwicklung erfordert. Das erste Treffen dient der Bestandsaufnahme und Analyse der Lage an den internationalen Börsen. Dazu werden sowohl interne Experten aus dem Portfoliomanagement als auch externe Referenten eingeladen. Der zweite Tag steht im Zeichen der Diskussionen und der Entscheidungen. Um eine für das gesamte Portfoliomanagement tragfähige Strategie herauszuarbeiten, muss am Ende eine Einigung stehen: das Kondensat der versammelten Meinungen. Daraus wird die optimale Ausrichtung eines Musterportfolios für die kommenden drei Monate, inklusive der dazu passenden Risikoeinschätzung entwickelt.

  • 24./25.09.
    19./20.11.
  • 22./23.10.
    17./18.12.