Unsere Positionierung

Auf Grundlage eines klar definierten Entscheidungsprozesses erarbeitet das Union Investment Committee (UIC) in jedem Monat eine auf das aktuelle Marktumfeld ausgerichtete Kapitalmarktstrategie.

Die grundsätzlich positive Kapitalmarkstimmung hält an, potenzielle Belastungsfaktoren sind für den Moment wieder in den Hintergrund getreten: Im Handelsstreit zwischen den USA und China kam es zu keiner weiteren Eskalation. Zudem ist die Berichtssaison für das erste Quartal gut angelaufen. Die Gewinnerwartungen der Unternehmen verharren insbesondere in den Vereinigten Staaten auf hohem Niveau. Schließlich haben sich zuletzt auch die Frühindikatoren für die volkswirtschaftliche Entwicklung wieder stabilisiert. Die globale Konjunkturdynamik ist damit weiterhin intakt.

Aktuelle Positionierung des Union Investment Committee

Aktien

Die gute Berichtssaison unterstützt die Aktienkurse. Die Gewinnerwartungen für US-Werte liegen im Schnitt bei +20 Prozent, für den MSCI World bei +14 Prozent. Da viele Investoren aktuell nicht mehr so offensiv positioniert sind wie noch zu Jahresbeginn, bieten auch gestiegene Kurslevel Potenzial.

Renten

Die Renditen 10-jähriger US-Schatzanweisungen haben zuletzt spürbar angezogen und sich der Marke von drei Prozent angenähert. In diesem Sog hat auch die Verzinsung von Bundesanleihen zugelegt. Die Zinsstrukturkurven werden dies- und jenseits des Atlantiks flacher, wobei die Entwicklung in den USA aufgrund der restriktiveren Zinspolitik der US-Notenbank Fed stärker ausfallen sollte.

Währungen

Seit drei Monaten handelt der Euro zum US-Dollar in einem engen Band um die 1,23 US-Dollar je Euro. Gegenläufige Einflussfaktoren scheinen sich aktuell aufzuheben. Gleichwohl sprechen mittelfristig etwa das Zinsdifferenzial und die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte für eine schwächere US-Währung (Jahresendprognose: 1,30 US-Dollar je Euro).

Rohstoffe

Auch Rohstoffnotierungen haben wieder deutlich angezogen. Vor allem Sondereffekte wie die US-Sanktionen gegen Russland trieben die Preise von Industriemetallen. Öl profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage bei einem (noch) beschränkten Angebot. Ein kurzfristiges „Überschießen“ ist weiter möglich, die wachsende US-Schieferölproduktion dürfte allerdings den Anstieg begrenzen.

Umsetzung

Das UIC hält an seiner Risikoausrichtung im moderat offensiven Bereich fest (RoRo-Meter 4). Bevorzugt werden weiterhin Anlagen aus den Schwellenländern, sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite. Auch erscheinen Aktien aus den Industrieländern nach wie vor attraktiv. Im Rentensegment setzt das Gremium zudem auf Anleihen aus den Staaten der europäischen Peripherie. Für die Entwicklung des US-Dollar bleibt das UIC hingegen skeptisch.

Der UIC-Terminkalender

Das Gremium trifft sich turnusmäßig einmal im Monat an zwei aufeinander folgenden Tagen – oder aber auch ad hoc, wenn es die Kapitalmarktentwicklung erfordert. Das erste Treffen dient der Bestandsaufnahme und Analyse der Lage an den internationalen Börsen. Dazu werden sowohl interne Experten aus dem Portfoliomanagement als auch externe Referenten eingeladen. Der zweite Tag steht im Zeichen der Diskussionen und der Entscheidungen. Um eine für das gesamte Portfoliomanagement tragfähige Strategie herauszuarbeiten, muss am Ende eine Einigung stehen: das Kondensat der versammelten Meinungen. Daraus wird die optimale Ausrichtung eines Musterportfolios für die kommenden drei Monate, inklusive der dazu passenden Risikoeinschätzung entwickelt.

  • 28./29.05.
    23./24.07.
    24./25.09.
  • 25./26.06.
    27./28.08.
    22./23.10.