Unsere Positionierung

Auf Grundlage eines klar definierten Entscheidungsprozesses erarbeitet das Union Investment Committee (UIC) in jedem Monat eine auf das aktuelle Marktumfeld ausgerichtete Kapitalmarktstrategie.

Die politische Lage hat sich etwas beruhigt. Zwar bestehen nach wie vor eine Reihe von Unsicherheitsfaktoren, zuletzt waren aber insgesamt leichte Besserungen zu verzeichnen: So wurde das Aufschaukeln im Handelsstreit zwischen den USA und China bzw. Europa zumindest für den Moment unterbrochen. Mit Blick auf die konjunkturelle Lage zeichnet sich zwar eine Abkühlung ab, mit einem Abrutschen unter Potenzialwachstum ist aber nicht zu rechnen. Und schließlich hat sich auch die politische Situation in Europa entspannt: Aus Italien kommen derzeit keine weiteren finanzpolitischen Vorstöße Richtung Brüssel und auch die Einigung zwischen den beiden christdemokratischen Parteien in Berlin sorgt für Beruhigung in der deutschen Regierung. Die Notenbanken dies- und jenseits des Atlantiks dürften in Anbetracht der aktuellen Situation mit der Normalisierung der Geldpolitik fortschreiten. Das verleiht den Kapitalmärkten Stabilität. Vor diesem Hintergrund hat das Union Investment Committee seine Risikoausrichtung in den neutralen Bereich angehoben.

Aktuelle Positionierung des Union Investment Committee

Aktien

Das fundamentale Umfeld für Aktien ist nach wie vor intakt. Vor allem die Handelsproblematik könnte aber immer wieder für Schwankungen sorgen. Bei einem erneuten Aufflammen wären insbesondere jene Märkte betroffen, die besonders stark von der Verflechtung in den Welthandel abhängig sind, also die Schwellenländer, aber auch Europa. Wir bevorzugen daher US-Papiere.

Renten

Aufgrund der leichten Konjunktureintrübung für die Eurozone gepaart mit den weiter bestehenden politischen Risiken sind die Renditeanstiege bei Bundesanleihen begrenzt.

Währungen

Solange die Märkte die Fed überwiegend auf Autopilot wähnen, dürfte dies den Dollar stützen. Im Falle der Währungsrelation zum Euro spielen die politischen Entwicklungen in der Eurozone bzw. in Europa natürlich eine Rolle. Aktuell halten sich die Triebkräfte die Waage.

Rohstoffe

Die Anlageklasse profitiert traditionell in spätzyklischen Konjunkturphasen (wie derzeit). Zusammen mit der Abschwächung der US-Dollarstärke und dem Angebotsdefizit bei vielen Industriemetallen haben wir die Positionierung in diesem Rohstoffsegment offensiver ausgerichtet.

Umsetzung

Das UIC hat eine neutrale Risikoposition eingenommen (RoRo-Meter von Stufe 2 auf Stufe 3). Aktien gewinnen durch die Beruhigung der geopolitischen Lage wieder etwas an Attraktivität und sind in Summe neutral gewichtet. Allerdings werden die Aktien aus den Industriestaaten bevorzugt, die Bestände in Aktien aus den Schwellenländern bleiben dagegen deutlich untergewichtet. Im spätzyklischen Umfeld werden Rohstoffe favorisiert.

Der UIC-Terminkalender

Das Gremium trifft sich turnusmäßig einmal im Monat an zwei aufeinander folgenden Tagen – oder aber auch ad hoc, wenn es die Kapitalmarktentwicklung erfordert. Das erste Treffen dient der Bestandsaufnahme und Analyse der Lage an den internationalen Börsen. Dazu werden sowohl interne Experten aus dem Portfoliomanagement als auch externe Referenten eingeladen. Der zweite Tag steht im Zeichen der Diskussionen und der Entscheidungen. Um eine für das gesamte Portfoliomanagement tragfähige Strategie herauszuarbeiten, muss am Ende eine Einigung stehen: das Kondensat der versammelten Meinungen. Daraus wird die optimale Ausrichtung eines Musterportfolios für die kommenden drei Monate, inklusive der dazu passenden Risikoeinschätzung entwickelt.

  • 23./24.07.
    24./25.09.
  • 27./28.08.
    22./23.10.