Unsere Positionierung

Auf Grundlage eines klar definierten Entscheidungsprozesses erarbeitet das Union Investment Committee (UIC) in jedem Monat eine auf das aktuelle Marktumfeld ausgerichtete Kapitalmarktstrategie.

Derzeit bestimmen hauptsächlich vier Themen die Kapitalmärkte: die Notenbanken, der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit und die Konjunktur. Von Seiten der Zentralbanken sind zunächst keine größeren Impulse zu erwarten. Bei den geopolitischen Faktoren kam es zuletzt zu einer deutlichen Beruhigung. Beim Brexit sinkt mit der jüngsten Einigung zwischen der EU-Kommission um Jean-Claude Juncker und der britischen Regierung unter Theresa May die Wahrscheinlichkeit für einen „harten Brexit“ weiter. Auch die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China deuten nicht auf eine weitere Eskalation hin, wirken also marktstützend. Schwierig bleibt die wirtschaftliche Datenlage. Trotz zaghafter Stabilisierungstendenzen sorgt die  schwache Konjunktur für Verunsicherung. Allerdings ist aktuell insbesondere der Industriesektor betroffen, eine Ansteckung auf das Dienstleistungsgewerbe blieb bislang aus. Mit Blick auf die geopolitische Entspannung sollten sich die konjunkturellen Aussichten daher in den kommenden Wochen und Monaten wieder etwas aufhellen. Dieses Marktumfeld spricht weiter für eine neutrale Positionierung.

Positionierung Union Investment Committee, März 2019

Stand: 12. März 2019

Aktien

Die Erholungsbewegung der Aktienmärkte hat sich fortgesetzt. Dabei fußt die Entwicklung auf breitem Fundament, wie ein Blick auf die US-Börsen zeigt. Unterstützung erfahren die Märkte durch die Aktienrückkaufprogramme der Unternehmen, deren Volumen sich auf Rekordniveau bewegt. Zentraler Treiber der Entwicklung bleibt die Konjunkturentwicklung.

Renten

Der flachere Zinspfad von Fed und EZB wird das Aufwärtspotenzial der Renditen von Bundesanleihen und US-Treasuries begrenzen. Die Aussicht auf TLTROs bremst den Anstieg der Renditen im Euroraum zusätzlich. Dagegen dürften mit dem vorsichtigeren Agieren der Notenbanken Papiere mit Risikoaufschlag wieder an Attraktivität gewinnen. 

Rohstoffe

Getrieben von der verbesserten Investorenstimmung infolge der Wende in der US-Geldpolitik und der chinesischen Fiskalstimuli zeigten Rohstoffe seit Jahresanfang eine positive Wertentwicklung. Für einen weiteren Preisanstieg ist das Potenzial derzeit begrenzt.

Währungen

Vieles deutet aktuell darauf hin, dass ein harter Brexit vermieden werden kann. Mehr Sicherheit in der Brexit-Frage sollte dem Britischen Pfund Auftrieb geben.

Umsetzung

Das Union Investment Committee (UIC) hat seine Risikoausrichtung weiter im neutralen Bereich gehalten. (RoRo-Meter auf Stufe 3). Als Reaktion auf den flacheren Zinspfad der Notenbanken hat sich das UIC auf der Rentenseite bei High Grade-Unternehmensanleihen und Covered Bonds offensiver aufgestellt. Dagegen wurde eine defensivere Positionierung bei Kern-Staatsanleihen eingenommen. Insgesamt bleibt das UIC im Rentenbereich damit neutral positioniert. Für Aktien sieht das UIC angesichts des verbesserten Umfelds keine Gefahr für drohende Kursrücksetzer, das Potenzial scheint aber ebenfalls begrenzt. Angesichts der aktuell freundlichen Stimmung hat sich das UIC auf der Aktienseite daher neutral aufgestellt. Im Bereich Währungen wurde die Übergewichtung im Britischen Pfund gegenüber dem Euro noch einmal ausgebaut. Bei Rohstoffen ist das UIC neutral positioniert.

Der UIC-Terminkalender

Das Gremium trifft sich turnusmäßig einmal im Monat an zwei aufeinander folgenden Tagen – oder aber auch ad hoc, wenn es die Kapitalmarktentwicklung erfordert. Das erste Treffen dient der Bestandsaufnahme und Analyse der Lage an den internationalen Börsen. Dazu werden sowohl interne Experten aus dem Portfoliomanagement als auch externe Referenten eingeladen. Der zweite Tag steht im Zeichen der Diskussionen und der Entscheidungen. Um eine für das gesamte Portfoliomanagement tragfähige Strategie herauszuarbeiten, muss am Ende eine Einigung stehen: das Kondensat der versammelten Meinungen. Daraus wird die optimale Ausrichtung eines Musterportfolios für die kommenden drei Monate, inklusive der dazu passenden Risikoeinschätzung entwickelt.

  • 25./26. März
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    25./26. November
  • 23./24. April
    24./25. Juni
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    16./17. Dezember