Unsere Positionierung

Auf Grundlage eines klar definierten Entscheidungsprozesses erarbeitet das Union Investment Committee (UIC) in jedem Monat eine auf das aktuelle Marktumfeld ausgerichtete Kapitalmarktstrategie.

Auf dem G20-Gipfel im japanischen Osaka ist eine Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China ausgeblieben – ein „Durchbruch“ wurde aber auch nicht erzielt. Immerhin verständigten sich beide Parteien auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen, auch wenn keine konkreten Schritte vereinbart wurden. Weitere Strafzollrunden soll es vorerst nicht geben. Und US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass US-Unternehmen wieder einige ihrer Produkte an den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei liefern dürfen. Der Gipfel ist damit kurzfristig als Signal der Entspannung zu werten. Der Handelsstreit kann aber jederzeit auf die Agenda der Kapitalmärkte zurückkehren. Gleichzeitig trübt sich das konjunkturelle Umfeld ein. Externe sowie hauseigene Frühindikatoren zeigten sich zuletzt schwach. Unterstützung kommt dagegen vonseiten der Zentralbanken. Sie ließen keinen Zweifel daran, falls notwendig wieder in den Lockerungsmodus zu schalten. Die Tür für Stimulusmaßnahmen, unter anderem Zinssenkungen, ist also offen.

Aktuelle Positionierung des Union Investment Committee

Stand: 03. Juli 2019

Aktien

Die Gewinnsituation der Industrieländer-Unternehmen ist überwiegend recht solide, die Unternehmen der Schwellenländer weisen ein im Vergleich dazu relativ schwaches Gewinnmomentum auf. Auch wenn die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen aufgrund der Hoffnung auf geldpolitische Lockerung schon weit gelaufen sind, ist von Bewertungsseite noch ein wenig Luft nach oben. Allerdings belasten das eingetrübte Konjunkturumfeld sowie der Handelsstreit.

Renten

Durch das von den Zentralbanken perspektivisch zementierte Niedrigzinsumfeld bleibt das Umfeld für Rentenanlagen grundsätzlich positiv. Anleihen mit Renditeaufschlag dürften in diesem Umfeld ebenfalls gefragt bleiben, zumal die „Suche nach Rendite“ die Anleger noch stärker in diese Subassetklassen treiben dürfte.

Rohstoffe

In der Abwägung zwischen geopolitischer Risikoprämie und Angebotsreduktion einerseits sowie Nachfrageschwäche andererseits weisen Energierohstoffe nur noch ein ausgeglichenes Chance- / Risikoprofil auf.

Währungen

EM-Währungen dürften von der veränderten geldpolitischen Tonalität profitieren.

Umsetzung

Das UIC hat eine moderat offensive Risikoausrichtung (RoRo-Meter 3) eingenommen und damit das Portfolio leicht chancenorientierter aufgestellt. Auf der Aktienseite wurde das Untergewicht geschlossen. Im Rentenbereich betont das UIC Anleihen mit Renditeaufschlag. Neben dem bestehenden Übergewicht in Investment Grade-Unternehmensanleihen wurde ein Übergewicht in EM-Staatsanleihen eröffnet. Dagegen wurde das Exposure in Covered Bonds reduziert. Bei Energierohstoffen ging das Gremium eine Long-Position ein. Im Währungsbereich wurde die Absicherungspositionierung Long US-Dollar gegen einen Korb von Schwellenländerwährungen aufgehoben.

Der UIC-Terminkalender

Das Gremium trifft sich turnusmäßig einmal im Monat an zwei aufeinander folgenden Tagen – oder aber auch ad hoc, wenn es die Kapitalmarktentwicklung erfordert. Das erste Treffen dient der Bestandsaufnahme und Analyse der Lage an den internationalen Börsen. Dazu werden sowohl interne Experten aus dem Portfoliomanagement als auch externe Referenten eingeladen. Der zweite Tag steht im Zeichen der Diskussionen und der Entscheidungen. Um eine für das gesamte Portfoliomanagement tragfähige Strategie herauszuarbeiten, muss am Ende eine Einigung stehen: das Kondensat der versammelten Meinungen. Daraus wird die optimale Ausrichtung eines Musterportfolios für die kommenden drei Monate, inklusive der dazu passenden Risikoeinschätzung entwickelt.

  • 20./21. Mai
    29./30. Juli
    23./24. September
    25./26. November
  • 24./25. Juni
    26./27. August
    28./29. Oktober
    16./17. Dezember