Zahl des Monats

Zahl des Monats: 988

Frankfurt am Main, den 9. Februar 2022 – Erstmals seit 988 Tagen stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am 19. Januar 2022 über die Nullprozentschwelle. Zuletzt lag diese am 7. Mai 2019 im positiven Terrain. Damit wurde nach langer Zeit das Ende der Minuszinsen eingeläutet.

Durch den Renditeanstieg bekommen Anleger wieder Geld für einen Kredit an den deutschen Staat. Ursachen für die Zinsbewegung sind unter anderem die anhaltend hohen Inflationsraten sowie die etwas weniger expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die Entwicklung der zehnjährigen Bundesanleihen gilt als Maßstab für die Entwicklung der langfristigen Kapitalmarktzinsen in Deutschland und der gesamten Eurozone. Die Anleiherenditen anderer Euro-Länder ebenso wie Unternehmensanleihen und Hypothekenzinsen richten sich nach den zehnjährigen „Bunds“. Nichtsdestotrotz wird ein wirklich spürbarer Zinsanstieg noch eine Weile auf sich warten lassen.

Zahl des Monats

Nach 988 Tagen war die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen wieder positiv

Diesen Beitrag teilen:

Weitere Artikel

Italien wird wieder zum politischen Wackelkandidaten

Italien wird wieder zum politischen Wackelkandidaten

Ambitionierte Fiskalpläne und künftige Europapolitik der neuen Regierung als Knackpunkte für die Kapitalmärkte - Schuldentragfähigkeit aktuell gesichert - Aber: Gefahr steigender Risikoaufschläge bei italienischen Staatsanleihen wächst im Jahr 2023

 

Inflation im Euroraum: Noch keine Entspannung in Sicht

Inflation im Euroraum: Noch keine Entspannung in Sicht

Ausblick und Prognosen zu Teuerung und Wirtschaftswachstum in der Europäischen Währungsunion

Das Comeback der Substanz-Aktien?

Das Comeback der Substanz-Aktien?

Geopolitische Spannungen, hohe Inflation, steigende Zinsen und Konjunktursorgen belasten die Märkte. Verhältnismäßig gut schlagen sich dabei Substanzwerte. Unser Fondsmanager verrät die Gründe und seine Auswahlkriterien.