Holger Risse, Ausbildungsbeauftragter im Portfoliomanagement

Vermittlung von
Wissen und Werten

Holger Risse ist Ausbildungsbeauftragter im Portfoliomanagement

Die Extrameile für den Nachwuchs

Investmentfondskaufleute, die eine Ausbildung bei Union Investment absolvieren, kommen an ihm nicht vorbei: Holger Risse ist Ausbildungsbeauftragter im Portfoliomanagement im Bereich Portfolio Solutions und managt selbst 13 Mandate für institutionelle Kunden mit einem Volumen von über drei Milliarden Euro. Was treibt ihn an, und warum ist sein Engagement so wertvoll für den Nachwuchs?

Im August 2020 startete der 18. Ausbildungsjahrgang bei Union Investment. Mit dabei: neun Investmentfondskaufleute mit begleitendem Studium. Etwa jeweils sechs Monate durchläuft jeder Einzelne verschiedene Bereiche im Portfoliomanagement, so auch Portfolio Solutions. Das war nicht immer so. In der Vergangenheit waren Auszubildende in diesem Bereich eher Zaungäste. Sie blickten den Portfoliomanagern fast ausschließlich im Rahmen von Hospitationen über die Schulter. Holger Risse, der bei einem seiner früheren Arbeitgeber bereits Ausbildungsbeauftragter war, wunderte sich, wandte sich an seinen Chef und fragte nach. „Damals stieß ich nicht nur intern bei uns, sondern auch bei der Ausbilderin im Bereich Konzern-Personal, Christina Pitz, auf offene Ohren“, sagt Risse. Inzwischen ist das Portfoliomanagement seit acht Jahren fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms.

Neben Wissen ist auch Vermittlung von Werten wichtig

Risse selbst hat neben der Bankausbildung das Diplom zum Bankbetriebswirt  abgeschlossen. Er weiß, wie wichtig es ist, mit einer fundierten Grundlage ins Berufsleben zu starten und dabei gut betreut zu werden. „Das Basiswissen bringen die jungen Menschen schon aus der Schule und zum Teil aus den Universitäten mit“, weiß der zweifache Familienvater. „Was ausgebaut wird, ist das Handwerk, kombiniert mit dem Spezialwissen, was bei uns reichlich vorhanden ist.“ Das fängt beim Portfoliomanagement mit den individuellen Mandaten an und geht bis zur Vermittlung persönlicher Werte. Letztere haben immer Einfluss auf die Wirkung vor den Kunden. Zu Risses Kernaufgaben gehört es, den offiziellen Teil der Wissensvermittlung zu übernehmen und auch den Einsatz des Nachwuchses im Bereich Portfolio Solutions im Portfoliomanagement zu koordinieren. „Die Grundlagen drehen sich bei uns maßgeblich um das Thema Investmentprozess und die dazugehörenden Analysen für eine Anlageentscheidung“, berichtet Risse. Spannend für die Nachwuchskräfte sind dann die eigentlichen Wertpapieraufträge, wenn diese im Handelssystem erfasst sind und compliancegeprüft zum Händler durchlaufen. Dabei lässt sich der gebürtige Schwarzwälder gerne inspirieren. „Vor kurzer Zeit hat mir ein Auszubildender eine größere Umschichtung in einem Portfolio auf Excel analysiert“, erzählt Risse. „Die neue Struktur war nach Kundenvorgabe auf den Einzeltitel erarbeitet und so gut, dass ich das Portfolio zu 95 Prozent übernehmen konnte. Solche Erfolgserlebnisse motivieren einen jungen Menschen enorm.“

Holger Risse

Auch ihn scheint die Arbeit mit dem Nachwuchs  zu beflügeln. Denn nach über 20 Jahren bei Union Investment gilt der erfahrene Fondsmanager bei seinen Kunden immer als Quell guter Ideen. Einige Genossenschaftsbanken betreut der Multi Asset Manager bereits seit vielen Jahren. „Heute manage ich noch drei Spezialfonds seit Auflegung aus dem Jahr 1999, was einer eheähnlichen Beziehung mit den Kunden nahekommt“, sagt Risse schmunzelnd. Sein partnerschaftliches Agieren auf  Augenhöhe hat in einem Mandat über die Jahre dazu geführt, dass aus ursprünglich gemanagten 130 Millionen Euro inzwischen 1,2 Milliarden von Union Investment verwaltet werden können. „Die 13 von mir gemanagten Mandate haben kaum Überschneidungen in den Portfolios. Die Vielfalt der Anlageklassen macht zusammen mit der persönlichen Kundenverbindung den Reiz des Jobs aus“, ergänzt der Bretagne-Fan.

Vom Nachwuchs für internen Award nominiert

Am Ball zu bleiben und sich zu engagieren, ist eine Win-Win-Situation für alle Seiten. Auch der Nachwuchs honoriert Risses Einsatz. So wurde der 52-Jährige 2020 für den sogenannten PI-Award im Portfoliomanagement – für die „Extrameile“ außerhalb des normalen Jobs – von seinen ehemaligen und aktuellen Schützlingen nominiert und schaffte es auf den zweiten Platz. „Mir macht die Aufgabe als Betreuer unserer Auszubildenden unglaublich viel Freude“, sagt Risse nicht ohne Stolz. „Vor allem, wenn ich sehe, wie sich die jungen Menschen weiterentwickeln und meinen Einsatz wertschätzen. Dafür gehe ich gerne die Extrameile.“

Holger Risse

Holger Risse absolvierte seine Lehre zum Bankkaufmann beim Bankhaus Gebrüder Bethmann in Frankfurt. Parallel machte er bei der Bankakademie seinen Abschluss als diplomierter Bankbetriebswirt. Bevor er 1998 zu Union Investment wechselte, arbeitete er einige Jahre als Junior Portfoliomanager unter anderem bei der Bethmann Bank. Im Bereich Portfolio Solutions betreut Risse einen großen Teil der Depot A von Genossenschaftsbanken. Daneben engagiert er sich seit Jahren beim JPMCCC-Lauf als Teamcaptain. Risse lebt mit seiner Familie in der Wetterau. Mit seiner Frau teilt er die Leidenschaft des Geocachings und ist großer Fan des lokalen Eishockey-Zweitligisten.

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Fakten zur Ausbildung bei Union Investment

Insgesamt engagieren sich rund 100 weibliche und männliche Nachwuchskräftebetreuer aus allen Unternehmensbereichen für den Nachwuchs von Union Investment. Seit der erste Jahrgang 2002 gestartet ist, haben 146* junge Menschen (Immobilienkaufleute nicht mit eingerechnet) eine Ausbildung absolviert, davon 108 Investmentfondskaufleute und 38 Kaufleute für Bürokommunikation bzw.-management. 17 weitere sind aktuell in Ausbildung. Alle Nachwuchskräfte-betreuerinnen und -betreuer werden regelmäßig intern geschult. Seit 2009 liegen die Ergebnisse unserer Investmentfondskaufleute bei der IHK-Abschlussprüfung über dem bundesweiten Schnitt. Das Bemerkenswerte daran: Ein Drittel aller Investmentfondskaufleute absolviert die Ausbildung bei Union Investment. Sie sind sozusagen schnittbildend. Zurückzuführen ist das auch auf die wichtige Begleitung durch unsere Nachwuchskräftebetreuenden.