Tobias Meier, Geschäftsführer der Union IT-Services GmbH

Auf dem Dienstweg mit Tobias Meier

Geschäftsführer der Union IT-Services GmbH

Wir haben Tobias Meier auf seinem Dienstweg begleitet

Unstillbarer Wissensdurst und das Streben danach, gemeinsam mit engagierten Kolleginnen und Kollegen einen wichtigen Beitrag für das Unternehmen zu leisten – das treibt den 41-jährigen Hannoveraner seit jeher an. Als Geschäftsführer der Union IT-Services GmbH (UIT) gestaltet er aktiv den digitalen Wandel mit und geht in Sachen Digitalkultur selbst als gutes Beispiel voran.

Herr Meier, wie starten Sie morgens in den Tag?

Wenn ich in meiner Pendlerwohnung in Frankfurt bin, lasse ich mich vom ARD/ZDF Morgenmagazin wecken, gönne mir eine Tasse Kaffee und gehe unter der Dusche schonmal gedanklich die Agenda des Tages durch. In der Straßenbahn zur Arbeit höre ich dann für gewöhnlich Podcasts wie das Handelsblatt Morning Briefing, Handelsblatt Disrupt oder Digital Kompakt und checke Mails und Teams-Chats.
Während der Corona-Pandemie bin ich derzeit allerdings auch häufig im Homeoffice bei Hannover und jogge morgens vor der Arbeit mit einem Nachbarn. Meine Frau und ich fordern uns dabei gegenseitig heraus, denn auch sie geht mit einer Freundin joggen und wir tracken unsere Fortschritte per Smartphone-App. Danach mache ich die Frühstücksbox für meinen ältesten Sohn fertig, der die zweite Klasse der Grundschule besucht.

Beruflich sind Sie Geschäftsführer der UIT im Herzen Frankfurts, privat dreifacher Familienvater in einem Hannoveraner Vorort – wie halten Sie bei all den Erwartungen an Ihre Rollen und der Pendelei die Balance?

Das klappt vor allem aus drei Gründen: Zum einen gehört dazu eine wirklich gute Organisation. Beruflich übernehmen das meine Assistentin und ich, privat meist meine Frau, die mir sehr stark den Rücken freihält und ohne die mein beruflicher Werdegang so nicht möglich gewesen wäre. Außerdem braucht es einen Ausgleich für das gesundheitliche Wohlbefinden. Den finde ich im Tennis-Verein, bei meiner Hobby-Fußballmannschaft, im Fitness-Studio oder auch beim Feierabend-Bier mit Kollegen. Und als Drittes ist Fokus enorm wichtig. Remote-Arbeit ist viel intensiver als Vor-Ort-Termine, bei denen man auch Wege zwischen Räumlichkeiten oder kurze Gespräche in der Kaffeeküche hat. Ich stelle mir deshalb Blocker in meinen Kalender und nutze die Bahnfahrten, um Abarbeiten zu können. Die örtliche Trennung zwischen Beruflichem in Frankfurt und Privatem in Hannover hilft mir deshalb auch, den Fokus zu halten und meine Aufmerksamkeit ganz konsequent auf das zu richten, was im jeweiligen Moment zählt.

Haben Sie es auch durch diesen konsequenten Fokus innerhalb von neun Jahren vom Mitarbeiter zum Geschäftsführer der UIT geschafft?

Ich glaube, dafür brauchte es eine große Portion Glück, um zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein und dann den Mut, die Chancen auch zu ergreifen. Als neugieriger Generalist strebe ich danach, mich ständig zu verbessern und dazuzulernen. Dazu ergreife ich auch gerne selbst die Initiative. Durch meine vielen Stationen innerhalb der UIT bin ich bestens vernetzt und kenne die unterschiedlichen Perspektiven, Rollen und Funktionen im Haus oft aus eigener Erfahrung – sowohl ihre Stärken, als auch ihre Herausforderungen.

Zur Person

Tobias Meier

Tobias Meier ist gelernter Bankkaufmann und Dipl. Wirtschaftsinformatiker und seit September 2017 Mitglied der Geschäftsführung der Union IT-Services GmbH (UIT). In dieser Rolle ist er für die IT-Unterstützung des Investment- und Immobilienprozesses sowie für die zentrale IT-Infrastrukturbereitstellung im gesamten Unternehmen verantwortlich.

Inwiefern zahlt denn der Digitale Arbeitsplatz, dessen Einführung Sie in einer Doppelrolle als Auftraggeber und Auftragnehmer begleiten, auf diese Herausforderungen ein?

Gerade in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, eine flexible und dennoch stabile Arbeitsumgebung bereitzustellen. Durch viele zukunftsgerichtete Entscheidungen , teilweise noch vor meiner Zeit, ist uns das auch im Vergleich mit dem Wettbewerb gut gelungen. Nun gilt es, dies fortzuschreiben und unsere infrastrukturellen Services und Produktivitätstools beständig zu erneuern und weiterzuentwickeln, um unsere Mitarbeitenden auch in einer Post-Corona-Zeit weiterhin optimal bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Microsoft 365 Tools helfen uns dabei, transparenter, flexibler und ortsunabhängiger zusammenzuarbeiten. Wir können damit Arbeit effizienter verteilen und das Wissens- und Dokumentenmanagement besser aufstellen. Gleichzeitig müssen wir notwendige Weiterentwicklungen in unserer Netzwerkinfrastruktur umsetzen und diese dezentraler aufstellen, damit der stark ansteigende Internetdatenverkehr auch in Zukunft performant abgebildet werden kann und unsere Auslandsstandorte und kleinen Vertriebsbüros noch besser angebunden werden. Nur so können wir Entwicklungspotenziale nutzen und unserem Anspruch als Treiber der Digitalisierung gerecht werden. Fakt ist aber auch: Der Digitale Arbeitsplatz ist nicht nur ein Thema der Technologie, sondern vor allem auch eines der Orientierung. Effizienzpotenziale lassen sich nicht einfach dadurch heben, dass man von einem Tool auf ein anderes umsteigt. Hier braucht es Methodenkompetenz, die gerade auch durch die Führungskräfte im Haus vorgelebt werden müssen. Wir brauchen eine digitale Unternehmenskultur.

Tobias Meier

Und wie treiben Sie die Digitalisierung in Ihren anderen beiden Geschäftsbereichen, dem Investmentprozess und dem Immobiliensektor, voran?

Sowohl im Investmentprozess als auch in der Immobilienbranche geht es derzeit unter anderem darum, digitale Datenschätze auf eine einheitliche Datenbasis zu heben und in Echtzeit verfügbar und auswertbar zu machen.

Das Segment Immobilien hat sich mit ImmoMentum ein ambitioniertes Wachstums- und Effizienzziel gesetzt. Zur Erreichung beider Ziele ist es unter anderem essenziell, die vorhandene IT-Anwendungslandschaft in größerem Umfang zu modernisieren und zu erweitern, funktionale Lücken zu schließen und manuelle Abläufe zu automatisieren. Aufholbedarf gibt es nicht nur in der technischen Systemunterstützung der Prozesse, sondern auch in den Bereichen Standardisierung von fachlichen Prozessen (funktionsübergreifend über Abteilungsgrenzen hinweg) und im Datenmanagement.

Im Investmentprozess sind wir gerade dabei, die Nachhaltigkeitsdaten systematisch innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette verfügbar zu machen, um so unsere Marktposition in diesem Bereich zu stärken. Weitere wesentliche strategische Themen sind die Sicherstellung von leistungsfähigen und konsistenten Prozessen und deren technische Integration im Kontext von Alternative Investments, die Bereitstellung von Risikokennzahlen und Stamm- und Gattungsdaten in den Verbundsystemen und die Erweiterung der Datenversorgung um zusätzliche Quellen und Schnittstellen.

Außerdem hat die Blockchain-Technologie zunehmend Einfluss auf die Branche. Dabei tun sich mit Krypto-Assets nicht nur neue Anlageformen auf, sondern es braucht auch neue Durchführungswege, neue Verwahrungsmöglichkeiten und eine neue Regulatorik – kurzum: Die Blockchain-Technologie erfordert eine gänzlich neue Architektur und Schnittstellen zwischen den Welten. Im Rahmen des Vorstudienprojekts „Tokenisierung Investmentprozess“, das jetzt startet, wollen wir nicht nur Transparenz über die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie über prozessuale und technische Anforderungen für die Nutzung von digitalen Wertpapieren schaffen, sondern auch prototypisch Use Cases umsetzen, um erste Erfahrungen in diesem Umfeld zu sammeln.

Ein abwechslungsreiches und ambitioniertes Arbeitsumfeld also. Wann endet denn so ein Arbeitstag gut für Sie?

Wenn ich das Gefühl habe, vorangekommen zu sein, Dinge, die ich mir vorgenommen habe, erledigt zu haben und obendrein noch einen Kunden zufriedenstellen konnte. Richtig gute Tage sind solche, an denen es keine Major Incidents gab, ich anregende Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen geführt und im besten Fall noch etwas Neues gelernt habe. Tatsächlich neige ich als Geschäftsführer auch dazu, hin und wieder zu operativ einzusteigen. Ich mag es, inhaltliche Tiefe zu erreichen, abzutauchen und Dinge aktiv zu überdenken, um mir eine Meinung bilden zu können. Und der krönende Abschluss eines solchen Arbeitstags ist dann der Feierabend, in dem ich den Fokus ganz auf meine Familie lege und Zeit mit meinen drei Kindern verbringe.

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