Corporate Volunteering bei Union Investment

mitMenschen-Preis

Seit Einführung der Corporate Volunteering-Aktion "mitMenschen" wurden vielfältige Projekte u.a für  obdachlose, bedürftige oder sozial benachteiligte Menschen verwirklicht. Viele Mitarbeitende engagieren sich still im Hintergrund und leisten dabei Großes.

mitMenschen: von Menschen für Menschen

Frankfurt am Main, 1. Juni 2021 - Viele Kolleginnen und Kollegen von Union Investment sind ehrenamtlich aktiv und leisten einen enormen Beitrag für unsere Gesellschaft. Dieses Engagement – in all seiner Vielfalt – würdigen wir jedes Jahr mit dem mitMenschen-Preis.

Sonderpreis in der Kategorie Soziales

Karin Kastner

Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal

Verein: Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal

Eigentlich begann alles mit einem kleinen Weihnachtsbasar. Heute ist der Seevetaler Adventsmarkt eine Institution. Jedes Jahr kommen mehrere tausend Besucherinnen und Besucher und kaufen unter einem Meer an Weihnachtslichtern Selbstgebackenes und Selbstgebasteltes. Das alles ist für einen guten Zweck, denn die Erlöse des Weihnachtsmarkts werden an das Kinderkrebszentrum des Uniklinikums Hamburg gespendet.

Hinter dem Markt steht ein Verein, der sich aus inzwischen knapp 100 ehrenamtlichen Mitgliedern zusammensetzt. Mitgegründet hat ihn in den 1990er Jahren Karin Kastner, Datenmanagerin für das Segment Immobilien am Standort Hamburg. Kastner verantwortet die Kasse des Vereins und stellt Spendenbelege aus.

„Auf dem Weihnachtsmarkt sieht man mich eigentlich nie, da bin ich immer irgendwo im Hintergrund und zähle Geld“, sagt sie und lacht. Dass der Markt von Jahr zu Jahr wachse, gebe ihr viel Bestätigung. Von dem Geld konnten sie zuletzt sogar eine zusätzliche Stelle in der Kinderkrebsstation finanzieren. Außerdem helfen sie unmittelbar Betroffenen. „Wenn in einer Familie ein Kind erkrankt, muss ein Elternteil oft seinen Job aufgeben“, erklärt sie. Das bringe erhebliche finanzielle Einbußen mit sich. „Und wir helfen dann, schnell und unbürokratisch.“

Und das sagt die Jury: „Wir sind absolut beeindruckt, dass Sie sich seit 32 Jahren mit Herz und Seele diesem Verein verschrieben haben. Danke, dass Sie mit Ihrem Verein und Ihrem Engagement für Lichtblicke in einer für Familien so oft sehr schweren Zeit sorgen. Dieses langjährige Engagement würdigen wir mit einem Sonderpreis.“

Preisträger in der Kategorie Soziales

Christian Baudistel

Narrenclub Sinzheim-Winden (NCW)

Verein: Narrenclub Sinzheim-Winden (NCW)

Vor rund 25 Jahren war Christian Baudistel Karnevalsprinz. Seitdem engagiert sich der Union-Mitarbeiter aus dem Kundenservice im Narrenclub seines Heimatortes Sinzheim-Winden. Als Vorstand verantwortet Baudistel dort das Programm. Ein Jahr dauert es, bis das geplant und geprobt ist. Höhepunkt der zeitintensiven Vorbereitungen sind die alljährlichen Prunk- und Fremdensitzungen. „Wenn sich dafür hinter der Bühne alle Gruppen aufstellen und ich den Startschuss gebe, dann fällt eine Riesenlast von mir“, sagt Baudistel.

Dass „Fasnacht“ coronabedingt ausfallen musste, hat vielen Karnevalisten zugesetzt, auch Baudistel. Die Gardegruppen übten zwar online, aber die Zeit der Jecken lebe nun einmal von der Begegnung. „Ich glaube, die Pandemie hat noch einmal gezeigt, wie wichtig das Vereinsleben für das soziale Miteinander ist“, sagt Baudistel. Nächstes Jahr würde der 300 Mitglieder starke Verein eigentlich sein 55. Jubiläum feiern. Auch das müssen sie verschieben. Vorerst jedenfalls. Eine Festschrift wird es aber geben, an der arbeitet Baudistel bereits. Außerdem müssen die Tanzgruppen auch weiterhin verpflegt werden. „Dafür stelle ich mich auch mal hinter den Herd und koche für die ganze Mannschaft.“

Und das sagt die Jury: „Uns begeistert, dass Sie mit Ihrer Arbeit nicht nur regionales Brauchtum fördern und erhalten, sondern junge Menschen für eine Sache begeistern, die nur in Gemeinschaft gelingt. Und gleichzeitig bereiten Sie anderen während der langen Session eine große Freude. Ihr Engagement ist von Dauer und dafür bedanken wir uns sehr.“

Preisträgerin in der Kategorie Bildung

Eva Nokwe

Children of Bangem

Verein: Children of Bangem

Bildung ist ein Privileg in vielen Ländern des Globalen Südens. Das trifft auch auf das zentralafrikanische Land Kamerun zu. Währenddessen Kinder in Deutschland etwa 14 Jahre lang die Schule besuchen, sind es im Kamerun situationsbedingt oft nur gerade einmal sechs Jahre. „Dabei ist Bildung der Schlüssel raus aus dem Armutskreislauf“, sagt Eva Nokwe, Union-Mitarbeiterin im Kundenservice.

2017 gründete Nokwe zusammen mit ihrem Mann, einem gebürtigen Kameruner den Verein Children of Bangem. Benannt ist der Verein nach der Heimatregion ihres Mannes, im Südwesten des Landes. „Die Zustände dort sind desolat, die Kinder werden in Holzhütten unterrichtet ohne Sanitäranlagen“, sagt Nokwe. Deshalb sammeln sie Geld, um Schulmaterialien zu kaufen: Bücher, Hefte, Stifte. Dabei soll es aber nicht bleiben. Children of Bangem plant, eine eigene Schule zu bauen. „Ich weiß durch meinen Mann, wie viel es in einer Familie verändern kann, wenn einer den Schulabschluss schafft“, sagt Nokwe. Das bestärke sie.

Und das sagt die Jury: „In den vergangenen Jahren hat der Verein für die mittellosen Kinder und Waisenkinder im Heimatdorf Ihres Mannes vieles Unmögliche möglich gemacht. Durch Eva Nokwes persönliches Engagement erhalten benachteiligte Kinder vor Ort die Chance auf Bildung und damit auf ein besseres Leben. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken.“

Preisträgerin in der Kategorie Soziales

Sabine Both

Bodenheimer LandFrauen 2018

Verein: Bodenheimer LandFrauen 2018

„Wir haben mehr zu bieten als eine Schwarzwälder Kirschtorte“, sagt Sabine Both, Veranstaltungsmanagerin bei Union Investment. Vor drei Jahren gründete Both mit 17 weiteren Frauen einen LandFrauen Verein im rheinland-pfälzischem Bodenheim. Bis dato fehlte in der 8000-Einwohnergemeinde eine Möglichkeit für Frauen, sich austauschen.

Dass den LandFrauen oft etwas Altbackenes nachgesagt wird, stört die 38-Jährige. „Unser Themenspektrum ist sehr breit, das hat mit Backen wenig zu tun“, sagt Both, die auch den Vereinsvorsitz inne hat. Die Offenheit spiegelt sich auch bei den 90 Vereinsmitgliedern wider: Die Jüngste ist 23 Jahre alt, die älteste ist 80.

„Frauen wollen sich weiterbilden, austauschen und informieren und hier lernt jede von jeder“, sagt Both. Den Rahmen dafür bieten verschiedene Treffen zu unterschiedlichen Themen wie Nachhaltigkeit, Do-it-Yourself, eine Fahrradgruppe, Lesungen und einen sehr engagierten Nähtreff. „Wir unterstützen auch einander, wenn eine Hilfe braucht. Gerade in Pandemiezeiten ist das wichtig“, sagt Both. Das Helfen ist eine Herzensangelegenheit der Frauen, die weit über den Verein hinausgeht und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Gemeinsam nähen die Frauen Herzkissen, 408 Stück spendeten sie bereits an Brustkrebspatientinnen.

Und das sagt die Jury: „Neben dem Erhalt von regionalen Traditionen setzt ihr euch dafür ein, dass Frauen – jedweden Alters und Herkunft – unterstützt werden und Halt in einer Gemeinschaft finden. Zudem investiert Sabine Both neben Job und zwei kleinen Kindern eine Menge Zeit in dieses Engagement. Dafür zollen wir Ihr großen Respekt.“

Preisträger in der Kategorie Bildung

Jürgen Kalisch

Ursprung Frankfurt gUG

Organisation: Ursprung Frankfurt gUG

Jürgen Kalisch ist passionierter Motorradfahrer und Zwei-Rad-Tüftler. Und es war just dieses Hobby, dass den Fachbereichsbetreuer bei Union Investment vor zwei Jahren zu seinem ehrenamtlichen Engagement beim Verein „Ursprung Frankfurt“ führte.

In der vereinseigenen Werkstatt werden Jugendlichen handwerkliche Fähigkeiten und Kenntnisse über Holz-, Metall- und Elektrotechniken vermittelt. Als studierter Elektroingenieur kann Kalisch besonderes bei Letzterem helfen. Derzeit plant er, mit den Jugendlichen defekte E-Roller zu reparieren. Anschließend können sie die Roller auf einem selbstgebauten Parcour testen. Das schule die Fahrsicherheit. „Und sie lernen mit der Technik umzugehen“, sagt Kalisch. Außerdem sprechen sie über die Umwelteinflüsse bei Anwendung und Nutzung von E-Mobilität. Das sei gerade, wenn es um Batterietechnik ginge, wichtig.

Höhepunkt des gemeinsamen Werken und Reparieren war 2020 beispielsweise ein Mofa-Rennen im hessischen Großkrotzenburg. Das Ursprung-Team belegte den ersten Platz. „Allerdings waren wir in der Klasse E-Roller auch die einzigen Starter“, sagt Kalisch und lacht. Sobald es coronabedingt wieder möglich ist, sollen die Jugendlichen wieder in die Werkstatt kommen können. Losgehen soll es dann mit dem Bau einer Solaranlage, um die E-Roller umweltverträglich zu laden. Dann kann Ursprung auch beim nächsten Rennen wieder durchstarten.

Und das sagt die Jury: „Jungen Menschen handwerkliche Fertigkeiten beizubringen, ist vor allem in Zeiten einer fortschreitenden Digitalisierung eine besondere Herausforderung. Umso schöner ist es, dass es Menschen gibt wie Jürgen Kalisch, die sie dabei unterstützen. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert ihren Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen.“

Sonderpreis in der Kategorie Bildung

Regina Leicht

Stolpersteine Ludwigsburg

Organisation: Stolpersteine Ludwigsburg

Wer Regina Leicht sucht, findet sie in letzter Zeit öfter im Ludwigsburger Stadtarchiv. Hier recherchiert die Vertrieblerin von Union Investment nach Opfern der NS-Verbrechen. Dafür sucht sie nach alten Akten. Manchmal hat sie Glück und findet sogar noch Angehörige mit denen sie sprechen kann. Stück für Stück werden so die persönlichen Geschichten der Opfer wieder sichtbar, die lange Zeit in Vergessenheit geraten waren.  

Seit einem Jahr engagiert sich Leicht im Verein „Stolpersteine Ludwigsburg“. Haben die Vereinsmitglieder alle Informationen zu einem Fall zusammengetragen, werden die biografischen Daten auf eine Messingplatte graviert und vor der letzten Bleibe des Opfers im Boden eingelassen. „Gerade jetzt, wo immer mehr Zeitzeugen aussterben, wird das Erinnern noch wichtiger“, sagt Leicht. Über 80 dieser Stolpersteine haben sie in Ludwigsburg bereits verlegt. Wer möchte, kann sich bei Führungen des Vereins näher zu den Opfern und zur lokalen NS-Geschichte Ludwigburgs informieren. Auf ähnliche Weise kam auch Leicht damals zu ihrem Engagement, bei einem Spaziergang stolperte sie über einen der Steine, ihr Interesse vor sofort geweckt. „Mit der Arbeit kann ich einen kleinen Beitrag leisten, dass wir gemeinsam gedenken, dass wir nicht vergessen.“

Und das sagt die Jury: „Die Opfer des Nazi-Regimes sollten nie in Vergessenheit geraten. Umso wichtiger sind Menschen, wie Sie, die durch ihr Engagement darauf aufmerksam machen. Dass Sie sich in Ihrer Heimatstadt für das Nicht-Vergessen einsetzen, beeindruckt uns sehr. Dafür möchten wir uns von Herzen bedanken.“

mitMenschen

Mit dem mitMenschen-Preis würdigen wir das vielfältige Engagement unserer Mitarbeitenden. Einmal im Jahr rufen wir alle Kolleginnen und Kollegen auf, sich für den Preis zu bewerben. Aus allen Einsendungen wählt eine dreiköpfige Jury, bestehend aus je einem Mitglied des Bereichs Konzern-Personal, Corporate Communications und aus dem Nachhaltigkeitsmanagement, wählt dann die Gewinnerinnen und Gewinner aus. Dotiert ist der Preis mit jeweils 750 Euro. Verliehen wird der mitMenschen-Preis in den Kategorien Bildung, Soziales und Umwelt.

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