Kinder eine Zukunft geben

Für eine bessere Zukunft

Mit dem KinderZukunftsFonds wollen die Kindernothilfe e.V und die Bank für Kirche und Diakonie eG gemeinsam mit Union Investment dazu beitragen, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern. 

Kindern eine Zukunft geben

Frankfurt am Main, den 01.12.2021 – Eine Geldanlage, die neben ambitionierten ESG-Zielen zusätzlich den Aspekt der Menschen- und Kinderrechte in den Fokus stellt – das ist der Ansatz, den der KinderZukunftsFonds verfolgt, ein Investmentfonds von Union Investment, der in Zusammenarbeit mit der Bank für Kirche und Diakonie eG und der Kindernothilfe e.V entstanden ist. 

Es sind Zahlen, deren Ausmaß nur schwer vorstellbar ist: Weltweit leiden rund 355 Millionen Kinder an Armut, allein in Deutschland lebt jedes fünfte Kind unterhalb der Armutsgrenze. Gegen dieses Leid vorgehend, engagiert sich die Kindernothilfe seit über 60 Jahren weltweit für den Schutz von Kindern. Mit rund 600 Projekten in 33 Ländern gehört sie zu Europas wichtigsten Menschenrechtsorganisationen. Gemeinsam mit der Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank) sowie Union Investment hat die Nothilfe eine nachhaltige Geldanlage auf den Weg gebracht, die einen Beitrag dazu leisten soll, Kindern und Erwachsenen eine bessere Zukunftsperspektive zu geben. 

Ein Konzept mit viel Herzblut 

„Der KinderZukunftsFonds verbindet nachhaltige Ziele und Geldanlage“, erläutert Alexander Brumnic, Senior Produktmanager bei Union Investment, der auflegenden Kapitalverwaltungsgesellschaft des KinderZukunftsFonds. „Privatanlegerinnen und -anleger haben die Möglichkeit, in Unternehmen und Staaten zu investieren, die nach klaren entwicklungspolitischen Faktoren sowie Kriterien mit Menschen- und Kinderrechtsbezug ausgewählt sind.“

Während des Corona-Lockdowns unterstützen Brumnic und seine Kollegenschaft die Kindernothilfe und die KD-Bank bei der Gestaltung des Fondskonzepts. Unzählige Telefon- und Videokonferenzen später sei ein Produkt mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen entstanden. „Da waren viele Menschen mit viel Herzblut dabei. Von Finanzfachleuten bis hin zu Spezialisten für Menschen- und Kinderrechte, Klima sowie Umwelt. Sie alle haben ihre unterschiedlichen Perspektiven einfließen lassen, um Nachhaltigkeit und Geldanlage stärker zu verzahnen“, berichtet Brumnic. Die Investmentidee und die Konzeption stoßen in Fachkreisen auf positive Resonanz: So nominierte die Ratingagentur Scope den KinderZukunftsFonds jüngst in der Sonderkategorie "Fund Innovations". 

Unsere Partner

Der KinderZukunftsFonds ist ein Investmentfonds, der in Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe e.V und der Bank für Kirche und Diakonie (KD Bank) durch Union Investment aufgelegt wurde.

Bank für Kirche und Diakonie eG

Die Wurzeln der KD-Bank reichen bis in die Anfänge der evangelischen Kirchenbanken zurück. Die Idee der Gründung einer kirchlichen Genossenschaftsbank entstand in den 1920ern. Banken und Sparkassen wollten damals zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise zwar kirchliche Gelder anlegen, nicht aber den Bau eines Kindergartens finanzieren. Die Gründerväter der KD-Bank haben als Lösung eine eigene Darlehensgenossenschaft gegründet und somit den kirchlich-diakonischen Finanzkreislauf geschaffen.

Kindernothilfe e.V

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen Europas unterstützt die Kindernothilfe lokal initiierte Projekte in 33 Ländern und engagiert sich in rund 600 Projekten für fast 2 Millionen besonders benachteiligte Mädchen und Jungen. Die Kindernothilfe schafft gemeinsam mit Kindern und Familien in Not und Armut eine gerechtere Lebenswelt, in der Bedürfnisse von Menschen und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden. Dazu gehört auch ein gemeinsames Engagement in und nach humanitären Katastrophen. Darüber hinaus setzt sie sich bei politischen Entscheidungsprozessen für die Interessen und Rechte der Mädchen und Jungen ein und fordert ihre aktive Beteiligung.

Kinderrechte im Basis-Check

Den Schutz von Kinderrechten konsequent fördernd, unterliegt der KinderZukunftsFonds klaren Kriterien. Das Wertegerüst für die Investitionsmöglichkeiten bilden die Sustainable Developement Goals der UN (kurz SDGs), welche Menschenrechte marginalisierter Gruppen weltweit stärken wollen. Durch Armutsbekämpfung, durch die Förderung von Bildungschancen sowie Umweltschutz sollen die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen verbessert werden. Von Unicef, dem Global Compact und Save the Children formulierte Grundsätze unterstützen bei der Kriterienauswahl.

„Ein mehrstufiges Auswahlverfahren gewährleistet, dass nur Investments erworben werden, die klaren ESG-Anforderungen - kurz für für Environmental, Social und Governance -  entsprechen“, erläutert Brumnic die Zusammenstellung des Anlageuniversums. Im ersten Schritt werden Staaten und Unternehmen ausgeschlossen, die etwa Kinderarbeit erlauben oder Waffen herstellen. Daraufhin werden Einzeltitel identifiziert, die mit Blick auf ökologische, soziale oder ethische Aspekte besonders vorbildlich handeln. Auf diese meist standardisierten Nachhaltigkeitsanalysen baut eine manuelle Einzeltitelauswahl auf. Dieser „Kinderrechte-Basis-Check“ soll Unternehmen und Staaten selektieren, die sich durch ein Engagement für stärkere Kinderrechte auszeichnen.

Nachhaltigkeit erfordert auch soziale Ziele

Der KinderZukunftsFonds ist nicht das erste nachhaltige Projekt, welches Brumnic aktiv begleitet. Bereits 2010 legte Union Investment den FairWorldFonds auf, ein gemeinsames Projekt mit der KD-Bank, der GLS Bank eG sowie Brot für die Welt e.V. „Damals war Nachhaltigkeit in der Geldanlage für viele eher noch ein Randthema - das hat sich mittlerweile geändert“, sagt Brumnic. Denn um Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu verändern und damit auch Kindern und Jugendlichen eine lebenswerte Zukunft zu bescheren, bedarf es Finanzierung. Finanzdienstleister, die Geldströme lenken, und Anlegerinnen und Anleger, die Kapital zu Verfügung stellen, spielen eine wichtige Rolle beim nachhaltigen Wandel.

Brumnic betont: Bei der Entscheidung, wohin die nachhaltigen Geldströme fließen, gelte es alle drei ESG-Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen. „Ein nachhaltiges Finanzsystem bringt nichts ohne soziale Ziele. Das geht Hand in Hand. Keinen betrifft Nachhaltigkeit, das Streben nach einer lebenswerten Zukunft, mehr als Kinder.“ Mit dem KinderZukunftsFonds bieten die KD-Bank und die Kindernothilfe einen wichtigen Ansatz, um menschenrechtliche und kinderrechtsbezogene Themen bei der nachhaltigen Geldanlage stärker ins Auge zu fassen. „Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir einen Beitrag leisten zu einer nachhaltigen Gesellschaft und einem nachhaltigen Finanzsystem“, sagt Brumnic. 

Ein nachhaltiges Finanzsystem bringt nichts ohne soziale Ziele. Das geht Hand in Hand. Keinen betrifft Nachhaltigkeit, das Streben nach einer lebenswerten Zukunft, mehr als Kinder.

Alexander Brumnic, Senior Produktmanager Union Investment

Keine Zukunft ohne Kinder

Ein Kriterienausschuss, bestehend aus Finanz- und Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten berät die KD-Bank, die Kindernothilfe und das Fondsmanagement von Union Investment bei der Auswahl geeigneter Faktoren und aktualisiert diese fortlaufend. Um ein valides Auswahlverfahren sicherzustellen, bedarf es aber auch der Ansichten derjenigen, für die der Fonds Mehrwert stiften soll: Beim KinderZukunftsFonds dürfen junge Leute selbst mitbestimmen. „Ein Jugendbeirat unterstützt bei der Kriterienauswahl und stellt so sicher, dass die Ansichten derjenigen, deren Ziele der Fonds verfolgt, einfließen“, so Brumnic.

Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention besagt, dass Kinder ihre Meinung frei äußern dürfen und das Recht darauf haben, Gehör zu finden. Insgesamt zehn junge Menschen im Alter von 16 bis 22 Jahren arbeiten daher mit dem Kriterienausschuss zusammen und machen so ihr Mitspracherecht geltend. Die jungen Leute aus ganz Deutschland werden an die Themen Nachhaltigkeit und Geldanlage herangeführt und lernen, das Auswahlverfahren kritisch zu begleiten. Brumnic lobt den von der KD-Bank und der Kindernothilfe verfolgten Ansatz: „Wenn wir über Zukunft reden, dann sollten wir nicht nur über junge Menschen reden, sondern auch mit ihnen — sie sind schließlich unsere Zukunft.“  

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