Die nachhaltige Transformation der Wirtschaft

Gemeinsam verantwortungsvoll agieren

Der grüne Faden im Gespräch mit Cara Gerlach

Willkommen beim Grünen Faden!

Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem Nachhaltigkeit heute keine Rolle spielt. Im Privaten wissen wir mittlerweile, wie man ohne Plastiktüten die Einkäufe nach Hause bringt, dass günstige Fast Fashion durchaus einen sehr hohen Preis hat und wie hoch der eigene CO2 Fußabdruck ausfällt. 

Aber wie sieht das bei Unternehmen aus? Was bedeutet es, wenn sich ein Unternehmen zu Nachhaltigkeit bekennt? Union Investment beschäftigt sich bereits seit über 30 Jahren intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Aspekte wie Langfristigkeit, Kundenorientierung, Partnerschaftlichkeit und regionale Verankerung sind Grundlagen der Nachhaltigkeit und auch der genossenschaftlichen Idee, die uns und unsere Partner, die Volksbanken Raiffeisenbanken, leitet. Als Unternehmen und als aktiver Investor betrachten wir Nachhaltigkeit in ihrer gesamten Dimension: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Das Thema ist in allen Bereichen von Union Investment verankert, denn verantwortungsvolles, ressourcenschonendes und soziales Handeln bestimmt unsere täglichen Prozesse. Kurzum: Wir setzen Nachhaltigkeit ganzheitlich um. Und das ganz gleich, in welcher Rolle wir unterwegs sind: als Asset Manager, Partner, Auftraggeber oder Arbeitgeber ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Wort, sondern ein Prinzip, nach dem wir handeln.

Was das konkret bedeutet, zeigt die Artikelserie „Der grüne Faden“. Hier erzählen Mitarbeitende wie sie das Thema Nachhaltigkeit in ihrem Arbeitsalltag begleitet und was Nachhaltigkeit für sie, ganz persönlich bedeutet. 

Der Grüne Faden und der Strategische Einkauf von Union Investment

Als Fondsdienstleister hat Union Investment keine großen Zuflieferketten, wie etwa in der Textil- oder Automobilindustrie. Aber im Gespräch mit Cara Gerlach aus dem Strategischen Einkauf wird schnell klar: Es sind mehr Zulieferer als gedacht. „Auch wir als Fondsdienstleister beziehen viele Waren und Dienstleistungen, z.B.: Bürobedarf, IT Hardware, Software, Facility Management, Betriebskantine oder Büromöbel, Beratungsleistungen und vieles mehr. Diese verkaufen wir nicht weiter, nutzen sie aber im Unternehmen, um den Geschäftsbetrieb zu ermöglichen.“

Und all diese Waren und Dienstleistungen werden im Sinne eines nachhaltigen Lieferantenmanagements geprüft. Die Lieferanten müssen nicht nur die Nachhaltigkeitsanforderungen der DZBG unterzeichnen, welche grundlegende ökonomische, ökologische und soziale Standards festlegt. Sie müssen auch zeigen, dass sie eine kontinuierliche und langfristige Weiterentwicklung unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten anstreben. „Hierfür ist es zum einen wichtig, dass unsere Lieferanten und Dienstleister unsere Erwartungen an Nachhaltigkeit kennen und verstehen. Und wir wiederum schauen uns genau an, welche ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte die Lieferanten verfolgen.“

Unser Anspruch

Ganzheitliche Nachhaltigkeit

Bei einer ökonomischen Entscheidung darf man nicht nur an den Preis denken.

Cara Gerlach

Strategischer Einkauf bei Union Investment

Cara Gerlach Zitat

Im Austausch bleiben

In einem Gespräch werden diese Punkte genau abgeklopft. „Wobei wir je nachdem aus welcher Branche der Lieferant stammt, die Fragen entsprechend anpassen. In einem Gespräch mit einem Call-Center Anbieter steht etwa Soziales im Vordergrund, wie Arbeitsbedingungen und Entlohnung. Bei einem Rechenzentrumsdienstleister die Energieverbräuche und die damit verbundenen Emissionen sowie Möglichkeiten der Verbesserung.“

Ziel des Austausches ist es gemeinsam konkrete Verbesserungsmöglichkeiten zu formulieren und diese Entwicklung in den jährlichen Gesprächen nachzuhalten. Auch der jeweilige Ansprechpartner aus den Fachabteilungen nimmt an der Besprechung teil. Falls ein Unternehmen durchaus nachhaltiger liefern könnte, aber zu einem höheren Preis, kann der Fachbereich direkt im Anschluss eine Kosten-Nutzen-Abwägung treffen. 

Ganzheitlicher Blick

„Bei einer ökonomischen Entscheidung darf man nicht nur an den Preis denken. Man muss den Produktlebenszyklus als Ganzes betrachten, um auch die Lebensdauer und die Energiekosten mit einzubeziehen“, betont Gerlach.

Um die Lieferanten zu mehr Nachhaltigkeit zu motivieren, werden einmal jährlich mit den strategisch wichtigen Lieferanten Entwicklungsgespräche geführt. „Hier legen wir den Fokus auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, um die Nachhaltigkeit gemeinsam weiter voranzubringen. Zudem steht auch unser Umweltmanagement bei Bedarf für Informationen zu Verfügung, um den Lieferanten bei Problemen zu unterstützen.“ Grundsätzlich ist es wichtig zu vermitteln, dass nachhaltiges Handeln und Wirtschaften vor allem ein langfristiger Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor ist, welcher auch den Unternehmenserfolg steigert und das Reputationsrisiko verringert. Zudem kostet es nicht nur Geld - wie weitläufig gedacht wird - sondern schafft langfristig auch einen finanziellen Mehrwert. So sind nachhaltige Produkte häufig langlebiger und lassen sich leicht reparieren. Dies erspart häufiges Nachkaufen, was auf Dauer teurer ist. Zudem sind nachhaltige Produkte energiesparender, was langfristig Stromkosten einspart.

„Dies waren nur einige Beispiele der ökologischen Dimension. Wer auf der sozialen Dimension für gute Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung sorgt, wird seine Mitarbeiter länger halten können und deren Arbeitsmotivation steigern.“ 

Letztlich profitieren also alle davon.

Genaues Hinschauen
Entwicklungs -gespräche
Kontinuierliche Weiterentwicklung

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Sie persönlich, Frau Gerlach?

"Ich fand das Thema tatsächlich schon während meiner Schulzeit sehr interessant und wichtig. Wir haben das Privileg in Industrieländern zu leben und haben die notwendigen Mittel und das Wissen hier als Vorreiter voran zu gehen und auch andere dabei zu unterstützen einen nachhaltigen Wandel herbeizuführen. Mir ist es wichtig, dass mein Handeln möglichst wenig bzw. natürlich am besten keine negativen Konsequenzen für andere (Umwelt, Menschen) hat. Die Welt braucht uns nicht zum Überleben, aber wir Menschen brauchen sie zum Leben."

Cara Gerlach arbeitet seit Oktober 2021 bei der UIT im Strategischen Einkauf und ist für das Thema nachhaltige Lieferantenentwicklung und Nachhaltigkeit im Einkauf zuständig. Zuvor studierte sie „Management und Beschaffungswirtschaft“ in Schwäbisch Hall. Cara Gerlach engagiert sich ehrenamtlich im Bundesvorstand des BME e.V. (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik). 

Diesen Beitrag teilen:

Nachhaltigkeit bei Union Investment

Nachhaltigkeit bei Union Investment

Was bedeutet es, wenn sich ein Unternehmen zu Nachhaltigkeit bekennt? In der Serie "Der grüne Faden" zeigt Union Investment, was das konkret heißt. Heute mit Portfoliomanager Michael Flaschka. 

Teaser-Link
  • Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit bei Kapitalanlangen

Nachhaltigkeit bei Kapitalanlangen

Teaser-Link
  • Nachhaltigkeit
Klimastrategie von Union Investment

Klimastrategie von Union Investment

Teaser-Link
  • Nachhaltigkeit