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„Unterversorgung“ heißt nicht „Altersarmut“ – Zusätzliche Vorsorge zahlt sich aus

Frankfurt, 6. August 2009 – Ziel des „Vorsorgeatlas Deutschland“ ist, den Altersvorsorgestatus der deutschen Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahren möglichst detailliert darzustellen und damit einen konstruktiven Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Altersvorsorge zu leisten. So zeigt die Studie nicht nur auf, dass für viele Menschen in Deutschland noch Handlungsbedarf bei der Altersvorsorge besteht. Sie macht vor allem auch deutlich, dass die Bundesbürger im Alter gut versorgt sein können, wenn sie die verschiedenen Versorgungswege richtig nutzen. In verschiedenen Schlagzeilen werden jedoch die vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg (www.fzgv.de) ermittelten Ergebnisse in irreführender Weise zugespitzt. Auch in vereinzelten Artikeln finden sich Fehlinterpretationen.

Wichtig ist: Die in der Studie ermittelten (Unter-)Versorgungsquoten sind explizit nicht mit Armut bzw. Armutsquoten gleichzusetzen. Vielmehr geht es bei dem in den Medien aufgegriffenen Aspekt des vielschichtigen Atlas um die Ermittlung der Bevölkerungsteile (zwischen 20 und 65 Jahren), die mit den Vorsorgewegen der ersten (GRV, Beamtenversorgung und Berufsständige Versorgung) und zweiten (bAV, Riester und ZöD) Schicht nicht in der Lage sind, die gewohnte Lebenshaltung auch im Alter fortzuführen. Dabei wurde als Referenzwert u.a. eine Quote von 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens angenommen. Wer diese Zielquote nicht erreicht, ist jedoch nicht zwangsläufig als „arm“ zu bezeichnen, sondern gilt gemäß der Definition der Studie als „unterversorgt“.

Ein Beispiel: In der Studie wäre ein Arbeitnehmer mit einem letzten Bruttoeinkommen von 5000 Euro monatlich und einem Alterseinkommen von 2000 Euro aus Schicht 1 und 2 „unterversorgt“, weil das Alterseinkommen nur 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens beträgt. Er wäre jedoch keinesfalls als "arm" zu bezeichnen. Dieser wesentliche Unterschied wurde in verschiedenen Medien nicht deutlich genug herausgearbeitet.

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