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Nachhaltigkeit: Ökologische Aspekte gewinnen an Attraktivität

Frankfurt, 6. Juli 2011 – Das Interesse an nachhaltigen Geldanlagen ist bei den Anlegern in Deutschland unverändert hoch. Nach dem Atomunfall im Kernkraftwerk Fukushima in Japan haben ökologische Aspekte an Bedeutung gewonnen. Insbesondere junge Anleger zwischen 20 und 29 Jahren sowie Anleger im Alter von 40 bis 49 legen Wert auf die Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaschutzzielen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Union Investment zu nachhaltigen Geldanlagen hervor.

Nachhaltige Geldanlagen berücksichtigen neben klassischen Kriterien wie Sicherheit oder Gewinn auch ökologische und soziale Aspekte, beispielsweise Arbeitsbedingungen oder das gesellschaftliche Engagement. Attraktiv finden solche Geldanlagen 31 Prozent der Befragten (erstes Quartal 2010: 32 Prozent). Damit liegt der Anteil der Befürworter um acht Prozentpunkte höher als der Anteil derer, die nachhaltige Geldanlagen als wenig attraktiv bewerten (23 Prozent). Im ersten Quartal 2010 zeigten noch 27 Prozent der Anleger mangelndes Interesse.

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat die Sichtweise der Befragten, die ihr Vermögen in eine nachhaltige Geldanlage investieren würden, offensichtlich verändert: So schätzen 45 Prozent ökologische Aspekte wichtiger ein als soziale, drei Prozentpunkte mehr als im ersten Quartal 2011. Im Gegenzug ist der Anteil der Befragten, für die soziale Aspekte höchste Priorität haben, um fünf Prozentpunkte auf 49 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. In der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen halten 49 Prozent ökologische Aspekte für bedeutsamer und übertreffen den Durchschnittswert aller Befragten damit um vier Prozentpunkte. Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es sogar 51 Prozent.

„Das Ergebnis der Studie zeigt, dass das Bewusstsein für nachhaltige Geldanlagen vorhanden ist und Katastrophen wie jüngst in Japan den Blick dafür schärfen“, sagt Daniel Günnewig, Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds GmbH. Allerdings seien nachhaltige Geldanlagen noch nicht in der Breite bekannt, erklärt er das bisherige Nischendasein. „Auch die aktuellen politischen Diskussionen über die zukünftige staatliche Förderung alternativer Energien tragen zur Verunsicherung und Zurückhaltung der Anleger bei. Denn erst mit der Zeit wird sich zeigen, welche Unternehmen langfristig vom Atomausstieg profitieren werden“, ergänzt er.

 

Im zweiten Quartal 2011 wurden im Auftrag von Union Investment durch das Marktforschungsinstitut Forsa 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die mindestens eine Geldanlage besitzen. (Bei Umfragewerten, die sich nicht zu hundert Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.)

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